Reisebericht koloniales Mexiko und Baja California - Reiseberichte von Hawaii und anderen Trauminseln

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Reiseberichte von Paul Tresselt

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Reisebericht koloniales Mexiko und Baja California

Reiseberichte
Fahrt durchs  koloniale Mexiko nach Baja California
Das war die komplizierteste Vorbereitung einer Reise, die wir je gemacht   haben. Es kam dadurch, dass unser Reisebüro Insolvenz angemeldet hatte   und wir von Oktober bis Januar unzählige Mails und Telefonate erledigen   mussten. Dabei hatten wir zu Viert schon fast ein Jahr vorher die Reise   geplant und die Ziele abgestimmt. Wir wollten in maximal 42 Tagen die   Highlights von Mittelamerika besuchen. Schließlich einigten wir uns auf   das koloniale Mexiko, weil wir schon früher in Mexiko gewesen waren.   Das wollten wir jetzt  besuchen, dazu Baja California, Costa Rica,   Nicaragua und Panama. Wir versuchten, alles mit Flügen der Lufthansa   unter einen Hut zu bekommen, weil wir unsere gesammelten Meilen für   Upgrades verwenden wollten.
Da Ute   und Hans so viele Meilen hatten, dass sie sogar einen Business Flug hin   und zurück damit finanzieren konnten, knobelten wir einen Termin aus,   der das möglich machte. Und das war tatsächlich mit einem Hinflug von   Frankfurt nach Mexiko und einem Rückflug von Bogotá nach Frankfurt   möglich.
Reiseplanung: Highlights von   Mittelamerika
Schließlich einigten wir uns auf den Hinflug nach Mexico City, wo wir einen Leihwagen mieten und damit zunächst eine Reise durch die kolonialen Städte machen wollten. Anschließend sollte es per Flugzeug nach Los Cabos in Baja California gehen, wo wir wiederum mit einem Leihwagen eine Rundreise machen wollten. Von Mexico City aus wollten wir dann nach Costa Rica fliegen, um dort eine 15tägige Tour mit Thomas Cook zu machen, die die wichtigsten Highlights von Costa Rica und Nicaragua einschließen und in einem Ferienort am Pazifik enden sollte. Von dort wollten wir dann nach Panama fliegen und hier eine Rundreise starten, die ebenfalls bei Thomas Cook als "Höhepunkte Panamas" im Katalog ausgewiesen war.
Alles zusammen erschien uns als gelungene Synthese, zumal es die   Möglichkeit gab, mit der Lufthansa von Bogota in der Business Class nach   Hause zu fliegen. Inge und ich würden sich dann auf die Warteliste   setzen lassen und auf einen Zuschlag hoffen, da die Linie Bogota -   Frankfurt voraussichtlich nicht ausgebucht sein würde. Und das hat dann   auch glücklicherweise geklappt.

Freitag, 7.2. 2014
Eingecheckt   haben wir gestern schon und Ute und Hans sind bereits um 9:00 am   Flughafen in Düsseldorf. In Frankfurt steigen wir in einen Jumbo mit den   neuen Sitzen um. Ute und Hans sind davon in der Business Class   begeistert, während wir in der Reihe 45 H+J sitzen und die Beine   eingeklemmt bekommen, wenn der Vordermann seinen Sitz nach hinten   klappt.
Nach genau 12 Stunden landen wir in Mexico City. Unsere Uhr zeigt 01:40   Uhr   am Samstagmorgen, hier ist es jetzt 18:45 Uhr. Nach 40 Minuten sind wir   durch die Immigration und nehmen uns für 290 Pesos (= 16 €) ein Taxi zum   NH-Hotel. Das Einchecken ist sehr umständlich und inzwischen ist es   03:30, als wir unsere Zimmer 517+519 im 5. Stock beziehen.
Mit einem mexikanischen Bier in der Bar stoßen wir auf unsere Ankunft   an, nachdem wir jetzt 19 Stunden unterwegs waren.
Mexico City
Samstag, 8.2.2014

Wir sind erstaunt über das tolle Frühstücksbüffet.

Zu Hause hatte ich schon einen Stadtplan ausgedruckt, auf dem unser   Standort und die wichtigsten Anlaufpunkte für die nächsten beiden Tage   mit roten Punkten verzeichnet sind.

Der Plan ist zwar ziemlich unübersichtlich, aber ich habe die wichtigsten Punkte rot markiert, damit wir vom Zokalo wieder in unser NH-Hotel zurückfinden können.
Wir beschließen, den Hop on - Hop off Bus zu nehmen, der die wichtigsten   Sehenswürdigkeiten von Mexiko-City anfährt. Hier heißt dieser   Sightseeing-Bus "Turibus" und der Rezeptionist in der Hotelhalle erklärt   uns, wie wir zur nächsten Haltestelle kommen. Dort könnten wir dann ein   Ticket für eine Stadtrundfahrt lösen.
Anschließend marschieren wir zur   Haltestelle vom Turibus, die wir aber erst nach einem Umweg   finden. Hans hat den besten Orientierungssinn und 20 Minuten später sind wir dort. Die Sonne scheint und es   ist schon erstaunlich warm, als wir um 10:45 Uhr in den Bus steigen.   Weil Samstag ist, bezahlen wir für die 3-stündige Rundfahrt 165 Pesos   pro Person (= 11 €).
Wir suchen uns einen Platz auf dem oberen Deck und sind sehr erfreut dass wir oben in der ersten Reihe hinter der Scheibe einen PLatz bekommen. Außerdem ist das Wetter wunderbar zum Fotografieren.
Es ist   viel Verkehr hier, obwohl es Samstagmorgen ist. Unser Platz auf dem   Oberdeck in der 1. Reihe ist ideal zum Fotografieren. Leider ist der   Audioguide nicht viel wert, weil die Erklärungen sehr dünn sind und   öfter ausfallen. Die Fahrt geht zunächst über den Paseo de Reforma, den   kilometerlangen und breiten Prachtboulevard.
Hier eine kleine Fotosammlung von   dem, was wir von oben beobachtet haben:
Die Tour geht durch die Innenstadt,   durch den Parc Chatepultepec und an vielen Monumenten und an vielen   bemerkenswerten Bauen vorbei.

Danach kommen wir in die Nähe des   historischen Zentrums und der Touristenverkehr nimmt enorm zu. Wir bleiben an einer Kreuzung stehen und staunen über die Menschenmenge, die bei Grün über die Straße marschiert.
Es wimmelt von Menschen und wir wissen   gar nicht, wo die alle herkommen. Alle drängen auf den Zokalo zu,   den zentralen Platz mit der der Kathedrale. Dabei gibt es in den Nebenstraßen   viele alte Gebäude mit interessanten Fassaden zu sehen. Allerdings   sind diese oft nicht ebenerdig zu sehen, sondern man muss   schon in die Höhe blicken.
Häuserfront in der Altstadt von Mexico City   
Die Mexikaner bieten ihre Waren und   Dienstleistungen an. Sie breiten auf dem Bürgersteig ihre   angefertigten Ketten, Schmuckstücke, Bastarbeiten und Textilien an.    
  
Am   Zokalo, dem großen Platz vor der Kathedrale, steigen wir aus und setzen uns oben im 5 Stock eines Gebäudes    in ein Restaurant, wo man den ganzen  Platz gut übersehen kann.   Den gesamten riesigen Platz nimmt nämlich zur Zeit eine   Militärausstellung ein, die mit viel Musik und Vorführungen Reklame   für die Armee macht. Eine kilometerlange Menschenschlange begehrt   Einlass, deshalb vermuten wir, dass großes Interesse an der Armee   besteht.

Ich versuche, eine Panoramaaufnahme zu   machen, um den ganzen Platz zu erfassen:

Es   ist unheimlich viel Verkehr auf dem Zokalo. In breiter Reihe   schieben sich langsam Privatwagen, Minibusse und Lastwagen über den   Platz. Wir vermissen die vielen VW- Käfer, die früher als Taxis das   Stadtbild bestimmten. Diese Zeiten sind natürlich vorbei, denn   inzwischen fahren hier komfortablere Autos. Durch die Militärausstellung hat sich der Zokalo total verändert.
Um die Kathedrale herum haben die Händler ihre Stände aufgebaut und indianische Tanzgruppen unterhalten die Touristen.

Alle wollen etwas an den Touristen verdienen    und breiten ihre Waren aus. Das können Früchte sein, Backwaren,   Textilien oder handwerklich hergestellte Gegenstände aller Art.   Jeder will etwas von dem touristischen Kuchen mitbekommen.
Und wer gar nichts   anzubieten hat, der tanzt halt. Das lockt Zuschauer an und der eine   oder andere gibt dann auch als Anerkennung sein Trinkgeld dazu.


Die Kathedrale mit dem imposanten   Portal ist auch innen beeindruckend:
  
Die Verzierungen an den Wänden. die   Malereien und die vergoldeten Figuren zeigen, mit welcher Inbrunst   und welchem Aufwand hier die Kirchen gestaltet wurden.

Anschließend spazieren wir durch die belebten Straßen der Altstadt   bis zum Nationalmuseum, wo wieder viele Händler ihre Kunstwerke und   Souvenirs anbieten. Auch hier tanzen verschiedene Gruppen und   musizieren.
  
Überall ist viel zu sehen und viel los; wir spazieren am Palast der   schönen Künste vorbei, am Alameda Park und steigen am Museum Franz   Meyer in den Turibus.
  
Mit dem Turibus fahren wir danach über den Paseo de Reforma wieder   in unser Hotel.
Zum   Abendessen wollen wir zu Tony Roma´s, dessen Restaurant wir in   Mexico City entdeckt haben. Mit dem Taxi (140 Pesos + Trinkgeld)   fahren wir dorthin und essen die berühmten Baby Back Ribs, die wir   aus den USA kennen und schätzen gelernt haben. Die sind zwar nicht   große Spitze, schmecken aber. Als wir unsere Pesos zählen und   vergleichen, stellen wir fest, dass wir mit dem Geldumtausch am   Flughafen ganz schön besch ...en worden sind, denn für den Kurs von   1€ = 18,3 Pesos haben wir nur 15,3 bekommen. Wir nehmen uns vor, am   Flughafen kein Geld mehr umzuwechseln.

Sonntag, 9.2.2014
Wir sitzen um 8:00 Uhr beim ausgezeichneten Frühstücksbüffet und stehen um 9:30 Uhr abfahrtsbereit vor der Tür. Beim Aus-Checken   sind wir sehr verwundert, dass plötzlich noch einmal 16% Steuer auf   unsere Bar-Rechnung kommt, die wir bereits gestern bezahlt hatten. Der Taxifahrer fährt uns für 200 Pesos ( = 12 € ) zur Hertz-Station   in der Leibnitz-Ave.
In der Vermietstation von Hertz   geht alles sehr gemächlich zu (vielleicht, weil es Sonntag Morgen   ist). Wir müssen eine Weile warten und sind erstaunt, dass der Wagen   erst um 12:00 Uhr fertig sein soll. Auf dem Voucher fehlt nämlich   die Angabe der Abholzeit und wir können nichts dagegen machen. Auch   der Abgabetermin fehlt.
Schließlich telefoniert aber der Angestellte doch und wir bekommen   den Wagen um 9;:53 Uhr. Allerdings keinen Chrysler Voyager, weil auf   dem Voucher der Wagentyp nicht näher bezeichnet bist, sondern   lediglich die Angabe "Kategorie R" vermerkt ist. Aber dann erkennen   wir, dass der Chrysler Journey doch 7 Sitze + 2 Koffer als Volumen  hat. So klappen wir die beiden hintersten Sitze ein und können unser Gepäck  problemlos verstauen. Das gefällt uns.
Weit weniger gefällt uns, dass plötzlich für 470 Pesos pro Tag ( =   25 €!) Versicherungsleistungen auf dem Vertrag stehen. Erst nach   energischem Protest zerreißt der Hertz-Vertreter den Vertreter den   Vertrag und fertigt einen neuen aus. Hier zahlen sich die   Spanischkenntnisse und Ermahnungen von Teresa aus. Trotzdem stehen   noch 800 Pesos (= 60 €) für Sprit und Steuer auf der Rechnung. Der   Tank ist zu 7/8 voll, eine Straßenkarte hat er nicht und er will uns   auch nicht den Weg zur Autobahn nach Querétaro erklären.
Wir klemmen das Smartphone an die Windschutzscheibe und versuchen,   mit der Navigon App aus der Innenstadt herauszukommen. Der Weg wird   richtig angezeigt, aber die Sprachausgabe fehlt. So fahren wir erst   3x eine falsche Straße hinein und müssen wieder zurück. 40 Minuten   dauert es, bis wir an den Stadtrand und den Periferico kommen, der   jetzt zum ersten Mal den Weg nach Querétaro zeigt.
Das koloniale Mexiko
Danach wird es einfacher - aber nur   bis Tula, denn dort versuchen wir mehrmals, den Eingang zur   Zona Archeologica zu finden. Wir müssen oft fragen, bis es uns   schließlich gelingt.
  
Am Eingang bezahlen wir 48 Pesos Eintritt und spazieren zu den den   Resten einer prähistorischen Pyramide.
Nachdem wir die unvermeidliche Souvenirstraße verlassen haben, sind   wir richtig in der Wüste. Die Kakteen und Wüstenpflanzen zeigen es.

An dieser Stelle ist die ehemalige Hauptstadt der Tolteken ausgegraben worden,   die im 11. und 12. Jahrhundert hier geherrscht haben.
Zur damaligen Zeit sollen etwa 60000 Menschen in dieser Stadt gewohnt haben. Das bekannteste Gebäude ist die Morgenstern-Pyramide oder der Tempel des Tlahuizcalpantecuhtli. Es handelt sich um einen Pyramidenstumpf, der aus fünf übereinander angeordneten Pyramidenstufen besteht.

Am Eingang ist eine Ausstellung mit den alten Steinplatten, die den Säulengang der Pyramide geschmückt haben.
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