Reisebericht koloniales Mexiko und Baja California - Reiseberichte von Hawaii und anderen Trauminseln

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Reiseberichte von Paul Tresselt

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Reisebericht koloniales Mexiko und Baja California

Reiseberichte
Fahrt durchs  koloniale Mexiko nach Baja California
Das war die komplizierteste Vorbereitung einer Reise, die wir je gemacht   haben. Es kam dadurch, dass unser Reisebüro Insolvenz angemeldet hatte   und wir von Oktober bis Januar unzählige Mails und Telefonate erledigen   mussten. Dabei hatten wir zu Viert schon fast ein Jahr vorher die Reise   geplant und die Ziele abgestimmt. Wir wollten in maximal 42 Tagen die   Highlights von Mittelamerika besuchen. Schließlich einigten wir uns auf   das koloniale Mexiko, weil wir schon früher in Mexiko gewesen waren.   Das wollten wir jetzt  besuchen, dazu Baja California, Costa Rica,   Nicaragua und Panama. Wir versuchten, alles mit Flügen der Lufthansa   unter einen Hut zu bekommen, weil wir unsere gesammelten Meilen für   Upgrades verwenden wollten.
Da Ute   und Hans so viele Meilen hatten, dass sie sogar einen Business Flug hin   und zurück damit finanzieren konnten, knobelten wir einen Termin aus,   der das möglich machte. Und das war tatsächlich mit einem Hinflug von   Frankfurt nach Mexiko und einem Rückflug von Bogotá nach Frankfurt   möglich.
Reiseplanung: Highlights von   Mittelamerika
Schließlich einigten wir uns auf den Hinflug nach Mexico City, wo wir einen Leihwagen mieten und damit zunächst eine Reise durch die kolonialen Städte machen wollten. Anschließend sollte es per Flugzeug nach Los Cabos in Baja California gehen, wo wir wiederum mit einem Leihwagen eine Rundreise machen wollten. Von Mexico City aus wollten wir dann nach Costa Rica fliegen, um dort eine 15tägige Tour mit Thomas Cook zu machen, die die wichtigsten Highlights von Costa Rica und Nicaragua einschließen und in einem Ferienort am Pazifik enden sollte. Von dort wollten wir dann nach Panama fliegen und hier eine Rundreise starten, die ebenfalls bei Thomas Cook als "Höhepunkte Panamas" im Katalog ausgewiesen war.
Alles zusammen erschien uns als gelungene Synthese, zumal es die   Möglichkeit gab, mit der Lufthansa von Bogota in der Business Class nach   Hause zu fliegen. Inge und ich würden sich dann auf die Warteliste   setzen lassen und auf einen Zuschlag hoffen, da die Linie Bogota -   Frankfurt voraussichtlich nicht ausgebucht sein würde. Und das hat dann   auch glücklicherweise geklappt.

Freitag, 7.2. 2014
Eingecheckt   haben wir gestern schon und Ute und Hans sind bereits um 9:00 am   Flughafen in Düsseldorf. In Frankfurt steigen wir in einen Jumbo mit den   neuen Sitzen um. Ute und Hans sind davon in der Business Class   begeistert, während wir in der Reihe 45 H+J sitzen und die Beine   eingeklemmt bekommen, wenn der Vordermann seinen Sitz nach hinten   klappt.
Nach genau 12 Stunden landen wir in Mexico City. Unsere Uhr zeigt 01:40   Uhr   am Samstagmorgen, hier ist es jetzt 18:45 Uhr. Nach 40 Minuten sind wir   durch die Immigration und nehmen uns für 290 Pesos (= 16 €) ein Taxi zum   NH-Hotel. Das Einchecken ist sehr umständlich und inzwischen ist es   03:30, als wir unsere Zimmer 517+519 im 5. Stock beziehen.
Mit einem mexikanischen Bier in der Bar stoßen wir auf unsere Ankunft   an, nachdem wir jetzt 19 Stunden unterwegs waren.
Mexico City
Samstag, 8.2.2014

Wir sind erstaunt über das tolle Frühstücksbüffet.

Zu Hause hatte ich schon einen Stadtplan ausgedruckt, auf dem unser   Standort und die wichtigsten Anlaufpunkte für die nächsten beiden Tage   mit roten Punkten verzeichnet sind.

Der Plan ist zwar ziemlich unübersichtlich, aber ich habe die wichtigsten Punkte rot markiert, damit wir vom Zokalo wieder in unser NH-Hotel zurückfinden können.
Wir beschließen, den Hop on - Hop off Bus zu nehmen, der die wichtigsten   Sehenswürdigkeiten von Mexiko-City anfährt. Hier heißt dieser   Sightseeing-Bus "Turibus" und der Rezeptionist in der Hotelhalle erklärt   uns, wie wir zur nächsten Haltestelle kommen. Dort könnten wir dann ein   Ticket für eine Stadtrundfahrt lösen.
Anschließend marschieren wir zur   Haltestelle vom Turibus, die wir aber erst nach einem Umweg   finden. Hans hat den besten Orientierungssinn und 20 Minuten später sind wir dort. Die Sonne scheint und es   ist schon erstaunlich warm, als wir um 10:45 Uhr in den Bus steigen.   Weil Samstag ist, bezahlen wir für die 3-stündige Rundfahrt 165 Pesos   pro Person (= 11 €).
Wir suchen uns einen Platz auf dem oberen Deck und sind sehr erfreut dass wir oben in der ersten Reihe hinter der Scheibe einen PLatz bekommen. Außerdem ist das Wetter wunderbar zum Fotografieren.
Es ist   viel Verkehr hier, obwohl es Samstagmorgen ist. Unser Platz auf dem   Oberdeck in der 1. Reihe ist ideal zum Fotografieren. Leider ist der   Audioguide nicht viel wert, weil die Erklärungen sehr dünn sind und   öfter ausfallen. Die Fahrt geht zunächst über den Paseo de Reforma, den   kilometerlangen und breiten Prachtboulevard.
Hier eine kleine Fotosammlung von   dem, was wir von oben beobachtet haben:
Die Tour geht durch die Innenstadt,   durch den Parc Chatepultepec und an vielen Monumenten und an vielen   bemerkenswerten Bauen vorbei.

Danach kommen wir in die Nähe des   historischen Zentrums und der Touristenverkehr nimmt enorm zu. Wir bleiben an einer Kreuzung stehen und staunen über die Menschenmenge, die bei Grün über die Straße marschiert.
Es wimmelt von Menschen und wir wissen gar nicht, wo die alle herkommen. Alle drängen auf den Zokalo zu, den zentralen Platz mit der der Kathedrale. Dabei gibt es in den Nebenstraßen viele alte Gebäude mit interessanten Fassaden zu sehen. Allerdings   sind diese oft nicht ebenerdig zu sehen, sondern man muss   schon in die Höhe blicken.
Häuserfront in der Altstadt von Mexico City   
Die Mexikaner bieten ihre Waren und   Dienstleistungen an. Sie breiten auf dem Bürgersteig ihre   angefertigten Ketten, Schmuckstücke, Bastarbeiten und Textilien an.    
  
Am   Zokalo, dem großen Platz vor der Kathedrale, steigen wir aus und setzen uns oben im 5 Stock eines Gebäudes    in ein Restaurant, wo man den ganzen  Platz gut übersehen kann.   Den gesamten riesigen Platz nimmt nämlich zur Zeit eine   Militärausstellung ein, die mit viel Musik und Vorführungen Reklame   für die Armee macht. Eine kilometerlange Menschenschlange begehrt   Einlass, deshalb vermuten wir, dass großes Interesse an der Armee   besteht.

Ich versuche, eine Panoramaaufnahme zu   machen, um den ganzen Platz zu erfassen:

Es   ist unheimlich viel Verkehr auf dem Zokalo. In breiter Reihe   schieben sich langsam Privatwagen, Minibusse und Lastwagen über den   Platz. Wir vermissen die vielen VW- Käfer, die früher als Taxis das   Stadtbild bestimmten. Diese Zeiten sind natürlich vorbei, denn   inzwischen fahren hier komfortablere Autos. Durch die Militärausstellung hat sich der Zokalo total verändert.
Um die Kathedrale herum haben die Händler ihre Stände aufgebaut und indianische Tanzgruppen unterhalten die Touristen.

Alle wollen etwas an den Touristen verdienen    und breiten ihre Waren aus. Das können Früchte sein, Backwaren,   Textilien oder handwerklich hergestellte Gegenstände aller Art.   Jeder will etwas von dem touristischen Kuchen mitbekommen.
Und wer gar nichts   anzubieten hat, der tanzt halt. Das lockt Zuschauer an und der eine   oder andere gibt dann auch als Anerkennung sein Trinkgeld dazu.


Die Kathedrale mit dem imposanten   Portal ist auch innen beeindruckend:
  
Die Verzierungen an den Wänden. die   Malereien und die vergoldeten Figuren zeigen, mit welcher Inbrunst   und welchem Aufwand hier die Kirchen gestaltet wurden.

Anschließend spazieren wir durch die belebten Straßen der Altstadt   bis zum Nationalmuseum, wo wieder viele Händler ihre Kunstwerke und   Souvenirs anbieten. Auch hier tanzen verschiedene Gruppen und   musizieren.
  
Überall ist viel zu sehen und viel los; wir spazieren am Palast der   schönen Künste vorbei, am Alameda Park und steigen am Museum Franz   Meyer in den Turibus.
  
Mit dem Turibus fahren wir danach über den Paseo de Reforma wieder   in unser Hotel.
Zum   Abendessen wollen wir zu Tony Roma´s, dessen Restaurant wir in   Mexico City entdeckt haben. Mit dem Taxi (140 Pesos + Trinkgeld)   fahren wir dorthin und essen die berühmten Baby Back Ribs, die wir   aus den USA kennen und schätzen gelernt haben. Die sind zwar nicht   große Spitze, schmecken aber. Als wir unsere Pesos zählen und   vergleichen, stellen wir fest, dass wir mit dem Geldumtausch am   Flughafen ganz schön besch ...en worden sind, denn für den Kurs von   1€ = 18,3 Pesos haben wir nur 15,3 bekommen. Wir nehmen uns vor, am   Flughafen kein Geld mehr umzuwechseln.

Sonntag, 9.2.2014
Wir sitzen um 8:00 Uhr beim ausgezeichneten Frühstücksbüffet und stehen um 9:30 Uhr abfahrtsbereit vor der Tür. Beim Aus-Checken   sind wir sehr verwundert, dass plötzlich noch einmal 16% Steuer auf   unsere Bar-Rechnung kommt, die wir bereits gestern bezahlt hatten. Der Taxifahrer fährt uns für 200 Pesos ( = 12 € ) zur Hertz-Station   in der Leibnitz-Ave.
In der Vermietstation von Hertz   geht alles sehr gemächlich zu (vielleicht, weil es Sonntag Morgen   ist). Wir müssen eine Weile warten und sind erstaunt, dass der Wagen   erst um 12:00 Uhr fertig sein soll. Auf dem Voucher fehlt nämlich   die Angabe der Abholzeit und wir können nichts dagegen machen. Auch   der Abgabetermin fehlt.
Schließlich telefoniert aber der Angestellte doch und wir bekommen   den Wagen um 9;:53 Uhr. Allerdings keinen Chrysler Voyager, weil auf   dem Voucher der Wagentyp nicht näher bezeichnet bist, sondern   lediglich die Angabe "Kategorie R" vermerkt ist. Aber dann erkennen   wir, dass der Chrysler Journey doch 7 Sitze + 2 Koffer als Volumen  hat. So klappen wir die beiden hintersten Sitze ein und können unser Gepäck  problemlos verstauen. Das gefällt uns.
Weit weniger gefällt uns, dass plötzlich für 470 Pesos pro Tag ( =   25 €!) Versicherungsleistungen auf dem Vertrag stehen. Erst nach   energischem Protest zerreißt der Hertz-Vertreter den Vertreter den   Vertrag und fertigt einen neuen aus. Hier zahlen sich die   Spanischkenntnisse und Ermahnungen von Teresa aus. Trotzdem stehen   noch 800 Pesos (= 60 €) für Sprit und Steuer auf der Rechnung. Der   Tank ist zu 7/8 voll, eine Straßenkarte hat er nicht und er will uns   auch nicht den Weg zur Autobahn nach Querétaro erklären.
Wir klemmen das Smartphone an die Windschutzscheibe und versuchen,   mit der Navigon App aus der Innenstadt herauszukommen. Der Weg wird   richtig angezeigt, aber die Sprachausgabe fehlt. So fahren wir erst   3x eine falsche Straße hinein und müssen wieder zurück. 40 Minuten   dauert es, bis wir an den Stadtrand und den Periferico kommen, der   jetzt zum ersten Mal den Weg nach Querétaro zeigt.
Das koloniale Mexiko
Danach wird es einfacher - aber nur   bis Tula, denn dort versuchen wir mehrmals, den Eingang zur   Zona Archeologica zu finden. Wir müssen oft fragen, bis es uns   schließlich gelingt.
  
Am Eingang bezahlen wir 48 Pesos Eintritt und spazieren zu den den   Resten einer prähistorischen Pyramide.
Tula
Nachdem wir die unvermeidliche Souvenirstraße verlassen haben, sind   wir richtig in der Wüste. Die Kakteen und Wüstenpflanzen zeigen es.

An dieser Stelle ist die ehemalige Hauptstadt der Tolteken ausgegraben worden,   die im 11. und 12. Jahrhundert hier geherrscht haben.
Zur damaligen Zeit sollen etwa 60000 Menschen in dieser Stadt   gewohnt haben.   Das bekannteste Gebäude ist die Morgenstern-Pyramide oder der Tempel   des Tlahuizcalpantecuhtli. Es handelt sich um einen Pyramidenstumpf,   der aus fünf übereinander angeordneten Pyramidenstufen besteht.

Am   Eingang ist eine Ausstellung mit den alten Steinplatten, die den   Säulengang der Pyramide geschmückt haben.

Jaguare und Koyoten sind noch deutlich zu erkennen. Auf der oberen Plattform der Pyramide   sind verschiedene Steinmonumente aufgestellt: runde Säulentrommeln,   die zu den hochgerichteten Leibern von Federschlangen gehören, die   einstmals den Eingang getragen haben.

Dahinter   vier 4,5 m hohe vollplastische Gestalten von toltekischen Kriegern,   mit ihrer charakteristischen Tracht und Bewaffnung, und schließlich   quadratische Pfeiler mit flacher Zeichnung von Kriegern.

Das Zentrum Tulas   bildet eine große Zone, die vorwiegend zu zeremonialen Zwecken   genutzt wurde. Sie wird beherrscht von einer großen freien Fläche,   um die sich drei Säulenhallen gruppieren.

Als wir zu unserem Parkplatz zurück gehen, gibt es eine große   Überraschung: Wir treffen Reinhold Spitzer mit seiner Frau aus   Neuss, die mit Ikarus-Reisen in Mexiko unterwegs sind. So klein ist   die Welt!  Natürlich machen wir ein Erinnerungsfoto:.

Gegen 16:00 Uhr kommen wir in San Juan del Rio an und staunen über   die gut gepflegte Misión San Gil.    Hier einige Fotos davon:
Es ist   eine große Anlage mit nur wenigen Gästen. Am Abend sitzen wir mit   nur einem anderen Paar in dem großen Speiseraum und essen sehr   komfortabel für 1155 Pesos (= 55 €) für 4 Personen inklusiv der Getränke. Das ist preiswert.
Danach liegen wir schon um 21:30 Uhr im Bett.

Montag, 10.2.2014
Um   8:00 Uhr beim sehr guten Frühstück ist es noch ziemlich frisch   draußen und wir müssen uns im Restaurant eine Jacke anziehen.
Die Abrechnung ist wieder erstaunlich preiswert: Für Essen, Trinken,   Schlafen und Happy Hour für 4 Personen bezahlen wir 3970 Pesos, das   sind umgerechnet 215 Euros.
Querétaro
Unsere   Navigon App funktioniert jetzt auch mit Sprache. Die Ostfriesin   "Inge" klingt witzig. Wir geben als erstes Ziel die Calle 5 de Mayo   in Querétaro ein, weil wir ins historische Zentrum wollen.
Das Navi geleitet uns prima in die Stadt, allerdings nicht ins   historische Zentrum, weil es naturgemäß in solch einer   Millionenstadt noch eine zweite Straße dieses Namens gibt. Unser   nächster Versuch mit der Eingabe "Plaza de Arma" klappt aber und wir   landen dort, wo wir hin wollen. In einer kleinen Nebenstraße finden   wir sogar eine Parkgarage, von der aus wir die Altstadt zu Fuß   erkunden. Die engen Gassen mit den alten Häusern sehen in der Morgensonne sehr   malerisch aus, obwohl die Verkäufer erst langsam die Türen öffnen   und ihre Stände aufbauen. Es ist halt noch recht früh am Morgen.
     
Einzelne Frauen sitzen schon vor der   Tür auf den Treppenstufen mit ihren Handarbeiten.

Schade, dass es nicht einmal bei der Tourist-Info einen Stadtplan   gibt. So spazieren wir durch die Straßen der Altstadt und besuchen   viele Kirchen und Klöster, die alle reich mit Gold und Schnitzereien   verziert sind.
   
Überall sind natürlich die Straßen und Plätze nach den Helden der   Revolution benannt. Auf jedem Platz befinden sich entsprechende   Denkmäler.

Auf der Plaza de Armas trinken wir unter den schattigen   Lorbeerbäumen einen Cappuccino (der mehr Milchkaffee ist) und   schauen uns das Leben der Leute im historischen Zentrum an. Es ist   wenig los in der Stadt und wir beraten anhand unserer Unterlagen und   Reiseführer, was wir noch besichtigen könnten.

San Miguel de Allende
Gegen 14:00 Uhr fahren wir weiter nach San Miguel de Allende   und stellen diesmal das Navi richtig ein. Das klappt prima und eine   halbe Stunde später sind wir schon in der Misión de Molinos. Unsere   Zimmer 210 und 211 liegen ruhig nach hinten und wir sind ganz   zufrieden.
 
Es ist zwar keine Heizung vorhanden und nur eine mickrige   Beleuchtung, aber sonst ist alles ordentlich.
Mit dem Stadtplan und den Hinweisen der Rezeption fahren wir durch   die steilen, engen und holprigen Straßen die 3 km hinunter in das   historische Zentrum.
   
Hier besuchen wir als erstes die Klosterkirche San Francisco mit dem   fantastischen Portal. Der Bau begann 1778 und dauerte 20 Jahre,   sodass man deutlich die verschiedenen Baustile erkennen kann. Der Glockenturm im neoklassizistischen   Stil wurde 1799 erbaut. Beim Spaziergang durch   die bunten Gassen stellen wir fest, wie hügelig die Stadt ist.

Danach machen wir einen Rundgang durch   die Stadt, der uns von dem Stadtplan aus der Tourist-Info   vorgeschlagen wird:

Hier ein paar Fotos von   unserem Besuch:
Beeindruckend ist auch die Klosterkirche Convent de la Purisima   Concepcion, die mit Mitteln der UNESCO wieder restauriert wurde. Da   die Orte hier in der Umgebung vielfach Weltkulturerbe sind, sind sie   auch gut erhalten.
Wir können nicht alle Kirchen   besuchen, aber einige Ansichten sind doch recht interessant wie zum Beispiel das Portal des alten Klosters auf dem Markt und die Überreste der alten Tankstelle:
Als wir am späten Nachmittag zurück in unsere Misión de Molinos   fahren, halten wir noch einmal auf dem Hügel an, um die Stadt in der   Abendsonne zu fotografieren.

Das sieht alles von oben sehr schön aus, zumal die Kathedrale    und die Klosterkirche sehr bestimmende Elemente auf dem Foto sind.
Anschließend werden wir ziemlich enttäuscht, denn das Abendessen in   unserem Restaurant ist ziemlich miserabel. Nur Inge hat mit ihren   Fajitas Glück. Jedenfalls sind wir schon um 20:48 Uhr wieder aus dem   ungemütlichen Restaurant heraus und verschwinden in unsere   ungeheizten Zimmer.
 
Dienstag, 11.2. 2014
Die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne treffen unser Zimmer, als   wir aufstehen. Bereits um 8:00 Uhr sitzen wir beim Frühstück. Leider   gibt es kein Büffet, sondern wir müssen aus der Speisekarte   auswählen. So nehmen wir ein desayuno americano, das gerade   ausreichend ist, wenn auch der Kaffee sehr dünn ist.
Beim Checkout haben wir einige Schwierigkeiten mit der Abrechnung,   weil das Frühstück unserer Meinung nach inbegriffen ist, wir aber   dem Kellner bereits 400 Pesos bezahlt haben.   Zum Schluss klärt sich aber alles auf und wir bezahlen 3460 Pesos   für alles zusammen.
Nach der Abfahrt machen wir zum Abschied noch ein Foto vom Aussichtspunkt, weil   das Licht ganz anders ist als gestern Abend.

Schon unterwegs werden   wir durch die Denkmäler darauf aufmerksam gemacht, welche Helden den   Dörfern ihre Namen gegeben haben. Es ist natürlich Pater Hidalgo,   der am 16. September 1810 zum Kampf gegen die Kolonialmacht Spanien   aufrief.
 
Eine Stunde später sind wir in Dolores Hidalgo und finden endlich 500   m vor der Plaza einen bewachten Parkplatz.
Wir spazieren um die Plaza herum, fotografieren den Helden vor   seinem Denkmal und schauen uns die Kirche an, die uns sehr gefällt,   Im Gegensatz zu dem protzigen Portal mit den übermäßigen   Verzierungen ist sie nämlich im Innern sehr schlicht gestaltet. Pater Hidalgo ist der Held in   dieser Gegend. Der Ort gilt deshalb als Wiege der mexikanischen   Unabhängigkeit.
Außer   der Plaza gibt es in dem Ort nicht viel zu sehen, so trinken wir   einen Cappuccino (mit Vanille aus Plastikbechern) und fahren weiter   in Richtung Guanajuato.

Es   geht über die Berge bis auf 2600 m Höhe und über viele Serpentinen   wieder hinunter in die Stadt.
Unsere Navigon App führt uns auch gut zum dem Hotel Misión   Guanajuato, wobei wir bei der Anfahrt schon einen Vorgeschmack von   engen Durchfahrten über holprige Steinwege bekommen.
Guanajuato
Wir werden an der Rezeption freundlich empfangen und bekommen die   Zimmer 217 und 218. Die sind geräumig und ansprechend mit alten   Holzmöbeln ausgestattet. Wir sind sehr zufrieden; viel besser als   gestern. Das Haus ist sehr gepflegt, liegt am Hang und sehr ruhig   außerhalb des Ortes.
 
Danach machen wir uns auf zur Erkundung von Guanajuato. Es gibt   einen Stadtrundgang zu den Sehenswürdigkeiten des Historischen   Zentrums, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Den wollen wir   machen. Vorher müssen wir aber noch einen Parkplatz ansteuern.

Was wir nicht wissen und auch nicht geahnt haben: Auf dem Stadtplan sind viele Straßen verzeichnet, die als Tunnel unter der alten Minenstadt verlaufen, in der man früher Silber abgebaut hat. So verlieren wir uns erst einmal in dem Gewirr der unterirdischen Tunnel und sind froh, wieder ans Tageslicht zu kommen. Hinter der Universität finden wir dann in einer kleinen Gasse einen Parkplatz, der nicht so weit weg ist vom Historischen Zentrum. Rechts auf dem Bild ist der Aufgang zur Universität zu sehen.
Aber dann klappt es doch mit unserer Orientierung. Von der Calzada Guadalupe aus erwandern wir zu Fuß die schmalen bunten Gassen mit den alten Fassaden, staunen über die engen Eingänge, die steilen Straßen und die Tunnelausfahrten.

Wir müssen uns erst einmal daran gewöhnen, dass viele Straßen im Untergrund verschwinden und andere durch ein Tor wieder erscheinen. Hier der Tunnelausgang - im Hintergrund auf dem Berg die riesige Heldenfigur von El Pípila.
 
Es ist sehr schwer sich in der Stadt zurecht zu finden. Wir müssen oft stehen bleiben und uns anhand des Stadtplans orientieren, wo wir uns eigentlich gerade befinden.
 
Sehr gut gefällt uns der Spaziergang durch den Jardin Unión. Der kleine Park hat viel Atmosphäre. Rund um den Park gibt es viele Restaurants, Bands machen Musik und die Leute genießen den schönen Nachmittag auf den Bänken oder einfach auf irgendwelchen Treppenstufen. Es gibt viele Denkmäler, Springbrunnen und Skulpturen auf den Plätzen. Die bunten Fassaden, Häusereingänge und schmalen Gassen reizen zum Fotografieren.
Hier einige  Eindrücke von unserem Rundgang durch die Stadt:
Beim Rückgang zu unserem Auto suchen wir vergeblich den Aufzug zu dem Monument, von wo man einen so tollen Blick über die Stadt haben soll. Nach vielen Fragen und falschen Hinweisen sehen wir schließlich die riesige Heldenfigur von El Pípila auf der anderen Seite des Tals und gelangen über die Carretera Panoramica mit Hilfe von unserem Navi und etwas Menschenverstand auch dorthin.
"El Pípila" heißt auf deutsch "der Fasan" und ist der Spitzname von Juan José Martinez, einem indianischen Minenarbeiter, der wegen seines fleckigen, dem Gefieder eines Truthahnes ähnlichen Gesichts so genannt wurde. Als 1810 der Aufstand gegen die Spanier unter Führung von Miguel Hidalgo ausbrach, erreichten die Rebellen wenige Tage darauf San Miguel de Allende, wo sich auch Juan José Martínez ihnen anschloss.
Am 28. September 1810 griffen sie Guanajuato an. Die Verteidiger verschanzten sich in der Alhóndiga de Granaditas, dem festungsartigen Kornspeicher der Stadt. Die Rebellen schlugen sich bis zu dem Speicher durch, gerieten dort aber in das Abwehrfeuer der Verteidiger.
Der einzige Ansatzpunkt für die Angreifer, um in das Gebäude vorzudringen, waren die hölzernen Tore. El Pípila soll sich daraufhin einen großen, flachen Stein als Schutz gegen die Kugeln der Verteidiger auf den Rücken gebunden haben und zu den Toren der Alhóndiga de Granaditas gekrochen sein. Die hölzernen Portale soll er dann mit einer Fackel entzündet haben. Wenig später waren die Tore zerstört, was die Erstürmung des Kornspeichers und damit die Einnahme von Guanajuato ermöglichte. Seither wird er als Held verehrt.
Der Blick von hier oben im Abendlicht auf die Stadt ist wirklich fantastisch. Wir fotografieren viel und ich stelle aus den   Einzelaufnahmen ein Panoramafoto her.
Es   ist schon halb sieben, als wir in der Misión ankommen und wir   beschließen den Tag mit Margaritas und Brisas del Mar, die richtig   gut sind. Wir lernen nun auch den echten Mezcal kennen.

Die Dollarzeichen werden für den mexikanischen Peso verwendet.50   Pesos entsprechen etwa 2,50 €.
Jedenfalls ist es der richtige Aperitivo fürs Abendessen, das wir   als einzige Gäste im Lokal einnehmen. Alle Kellner und und Köche   sind sichtlich bemüht, uns zufrieden zu stellen.
Das klappt auch vorzüglich und wir sind dicke satt von den gefüllten   Champignons, Fisch und Schweinerippen. Dazu gibt es Brot, Nachos und   verschiedene Saucen.
Zusammen mit 5 Flaschen Bier, 3 Gläser Wein und allen Speisen   bezahlen wir für alle zusammen 1200 Pesos, was 66 € entspricht. So   lässt es sich preiswert hier leben.
Cuitzeo
Mittwoch, 12.2. 2014
Es ist ziemlich kühl, als wir um 8:00 Uhr beim Frühstück sitzen. Wir brauchen viel Kaffee zum Aufwärmen, der wieder ziemlich dünn ist. Aber dafür sind die Spiegeleier mit Schinken gut und der Service auch.
Kurz vor halb zehn sind wir auf Achse in Richtung Morelia. Wir müssen dreimal Maut bezahlen (65, 162 und 15 Pesos). Für unseren Abstecher nach Cuitzeo müssen wir nämlich von der Schnellstraße abfahren und nochmals Maut bezahlen.
Cuitzeo gehört zu den "magischen Dörfern", das sind Orte in Mexiko, die sich wegen ihrer besonderen historischen Vergangenheit und ihrer gepflegten Anlagen auszeichnen. Inzwischen gibt es 40 Orte mit dieser Bezeichnung. Der größte Teil liegt in dem kolonialen Mexiko.
Der historische Kern mit dem alten Augustinerkloster von 1517 ist   sehr urtümlich. Wir spazieren durch die Stadt und spüren, dass man   hier auf dem Land und weit weg von der Touristenroute ist. Wir sind   nämlich die Einzigen, die sich für den Ort interessieren.
   
Morelia
Anschließend fahren wir nach Morelia hinein und finden auch   neben dem Hotel Misión Catedral eine Parkgarage, wo wir unser Gepäck   ausladen und den Wagen abgeben können. Das ist sehr günstig, denn   das Hotel befindet sich direkt an der Hauptstraße gegenüber der   Kathedrale, wo viel Verkehr herrscht und kein Parkplatz zu finden   ist..
 
An der Rezeption sind alle freundlich und auskunftsbereit, aber die   Zimmer 217 und 219 sind sehr schlecht. Sie sind zwar geräumig, aber   ohne Fenster. Die Türen führen auf das Treppenhaus hinaus, wo ein   bisschen Luft herkommt - allerdings auch Lärm. Es gibt nur einen   Stuhl, keine Ablage und keine Stellfläche am Waschbecken, keine   Steckdose am Schreibtisch und keinen Fön. Wir sind sehr enttäuscht   und unsere Beschwerden an der Rezeption bringen auch nichts, denn   das Hotel ist voll belegt.
Um 15:30 machen wir mit dem Trolleybus eine Runde um das historische Zentrum, das auch UNESCO-Weltkulturerbe ist. Die einstündige Fahrt für 65 Pesos ist ganz informativ und erklärt die Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Es ist viel Betrieb auf den Straßen dieser Stadt, die 600 000 Einwohner hat und fast 2000 m hoch liegt. Wegen der gut erhaltenen historischen Gebäude gehört sie zu den meistbesuchten Städten des kolonialen Mexikos. Der Verkehr quält sich stinkend und qualmend durch die engen Gassen. Erst am Aquädukt wird es ruhiger.

Die Stadt ist bei weitem nicht so schön wie Guanajuato oder Miguel de Allende, sie hat einfach zu wenig Flair. Dafür ist aber das Zentrum von MIchoacán, der Provinz mit den meisten Drogen-Kartellen und dem größten Kokain-Anbau.
 
Wir fahren an vielen schönen alten Häuserfronten aus der Kolonialzeit vorbei, über viele Plätze mit Denkmälern und Springbrunnen.

Schließlich halten wir an der Kirche San Francisco, die eine atemberaubende Innenausstattung hat. Ich habe noch niemals so viel Gold in einer Kirche glitzern sehen. Hier drei Aufnahmen davon:
Nach der Rundfahrt spazieren wir um die Kathedrale, durch die   umliegenden Straßen, bis wir an den Jardin de las Rosas kommen. Dort   nehmen wir einen Happy Hour Drink und sind erstaunt, dass im   Restaurant das Bier 18 Pesos kostet. Das ist umgerechnet gerade mal 1 Euro!
Das Abendessen nehmen wir in der Huerta de los Jesuitos ein, nachdem   wir festgestellt haben, dass unser Hotel gar kein Restaurant hat,   sondern nur eine Bar im 5. Stock. Das mexikanische Büffet für 88 Pesos (= 4,50 €) ist natürlich sehr   preiswert, aber auch typisch mexikanisch. Der nachfolgende Absacker in der Bar unseres Hotels (Tequila, Mescal   und Bailey´s) kostet genau so viel.
Dafür hat man aber von hier oben einen fantastischen Blick auf die   angestrahlte Kathedrale und die erleuchte Plaza unter uns.

Anschließend gehen wir in unser muffiges Zimmer, schlafen aber   trotzdem ganz gut.
Donnerstag, 13.2.   2014
Sonnenaufgang über Morelia - Blick vom 5. Stock des Hotels aus

Das Frühstück im Keller (auch ohne Fenster) ist ärmlich; es sind   aber immerhin Cerealien da, Obst und Saft bestellen wir - dazu   Spiegeleier mit Toast. Das muss reichen.
Pátzcuaro
Um   kurz vor 10 starten wir zu unserem Ausflug nach Pátzcuaro,   das wir ziemlich schnell über die Autopista erreichen.   Der Ort liegt inmitten von Pinienwäldern am Pátzcuaro See, einem der   höchstgelegenen Seen Mexikos. Wir wollten unbedingt die   Schmetterlingsfischer , die mit ihren Flügelnetzen zu einem   Wahrzeichen Mexikos wurden. Sie sind außerdem auch auf der   50-Peso-Banknote abgebildet.
Pátzcuaro ist ein Ort, der zu den "Pueblos Magicos" gehört und   nichts von der Hektik der Städte hält. Hier ist das Leben noch in   Ordnung. Rund um die Plaza hält man ein Schwätzchen, während die   Bauern ihre Verkaufsstände aufbauen. Zu dem Markt kommen alle, die   etwas verkaufen wollen. Sogar den Tauschhandel gibt es hier noch. Die Atmosphäre dieses Ortes hat uns   schnell eingefangen, als wir über die Plaza, die Straßen mit den   Verkaufsständen und den bunten Häuserzeilen schlendern. Es ist total friedlich hier; keine   Hast und keine Hektik. Jeder genießt den Tag, plaudert mit den   Bekannten und bietet seine Waren an. Es gibt keine Marktschreier,   keine aggressiven Verkäufer und keine Diebe. Hier einige Bilder dazu:
Bei der Weiterfahrt zur Anlegestelle merken wir, wie sehr wir auf dem Land sind. Die Nebenstraßen sind gepflastert, zum Teil nicht asphaltiert und sehr eng. Am Anleger warten zig Boote auf Ausflügler zur Insel Janitzio. Für 50 Pesos fahren wir zusammen mit einem bunten Völkchen von 80 Mexikanern über den See zur Insel Janitzio. Viele Familien machen heute einen Ausflug dorthin.
Unterwegs wird gesungen, gegessen, getrunken und die Kinder fuchteln mit Fischernetzen durch die Luft, die als Kennzeichen der Fischer von Janitzio von den Souvenirverkäufern angeboten werden. Die Musik gehört einfach dazu und wird von den Mexikanern erwartet. Alle haben gute Laune und sind total entspannt. Das sieht man auch auf dem Video:
Als wir uns der Insel mit dem riesigen Monument auf dem Hügel   nähern, kommen die Fischerboote heran und schlagen ihre berühmten   Schmetterlingsnetze auf. Sie machen das nur ganz kurze Zeit und   kommen an das Boot um für die Fotos zu kassieren. Zum Filmen hat man   gar keine Zeit gehabt. Sehr schlau.
 
So schaffe ich es auch nicht, ein   Video zu machen, obwohl das Schauspiel mit den schwingenden Netzen   sehr spektakulär aussieht.

Bei der Ankunft tanzen indianische Kinder nach den alten Rhythmen   und erhoffen sich eine Anerkennungsgabe von den Touristen. Danach   müssen wir die vielen Treppen zum Monument hochsteigen.

Der steile Weg nach oben ist eine einzige Souvenirmeile. Die Fischer   leben heute nicht mehr vom Fischen, sondern vom mexikanischen   Ausflugs-Tourismus.
 
Wir klettern nicht nur den Berg hoch, sondern   auch im Innern der Riesenstatue des Helden Morelos bis in die   Spitze. Die Statue ist viel größer als wir   vermutet haben. Im Innern erklärt eine Bildergalerie die   mexikanische Revolution und die Taten des Helden. Der Maler Ramón   Alva de la Canal hat hier das Leben des Heldens dargestellt.

Nachdem wir die Wendeltreppe bis in die Spitze des Denkmals hochgeklettert sind, können wir von oben auf den See und die Landschaft Michoacans hinunterblicken.

Für den Rückweg benutzen wir den schmalen Fußpfad zur Anlegestelle   hinunter, wo wir noch ein kühles Bier trinken.

 
Bei der Rückfahrt am Nachmittag treffen wir auf dem Schiff die   meisten Leute wieder, die mit uns hergekommen sind. Kinder und   Eltern sind zufrieden mit dem Ausflug auf die Insel.

Nach Morelia finden wir anschließend ganz schnell zurück und nehmen   noch einen Happy Hour Drink oben in der Bar auf der Dachterrasse.   Ein Glas Wodka kostet hier 55 Pesos (= 3 €), eine ganze Flasche   kostet 550 Pesos. Kein Wunder, dass bei den jungen Leuten ringsherum   die Flaschen auf den Tischen stehen...
Abends essen wir ausgezeichnet ein paar Häuser weiter auf der   Avenida Madera im Boutique Hotel. Die Bruschettas sind hervorragend,   Minestrone, Spaghetti und Shrimps auch. Wir gönnen uns dazu eine   Flasche Sauvignon Blanc aus dem Languedoc und sind sehr zufrieden.
 
Freitag, 14.2. 2014
Das Frühstück im Hotel Misión Catedral ist wieder miserabel. Toast gibt es heute nicht - wir   sollen die Spiegeleier halt auf die Brötchen legen, wird uns   signalisiert..
Wir spazieren noch einmal um die Plaza herum, die heute für den   Autoverkehr geschlossen ist, weil der Gouverneur kommt. Überall   stehen Soldaten und Polizisten.

Für uns ist solch eine Straßensperre eine feine Sache, denn jetzt können wir   die Kathedrale in Ruhe fotografieren. Man kann sich sogar mitten auf   die Straße stellen, ohne umgefahren zu werden.

Wir schauen uns die Kathedrale von   innen an, die gestern geschlossen war. Auf dem Vorplatz zur Kathedrale üben die Mädchen ihren   Begrüßungstanz für den Gouverneur ein.

Der Bischof hält fürs Fernsehen eine Begrüßungsrede und die   Militärkapelle marschiert auf.
Wir besuchen in dieser Zeit das Museum   de Estado, was wir am Vortag nicht geschafft hatten.

Eine Schulklasse ist auch dort. Das Museum ist aber kein Landesmuseum, sondern ein Regionalmuseum. Es zeigt nämlich nicht die   Geschichte des Landes, sondern die Entwicklung der Region Michoacan   und des Stammes der Tararascas, die hier leben.
Da wir erst am Nachmittag von Morelia wegfahren wollen, haben wir noch etwas Zeit für eine Besichtigung. Zuerst schauen wir noch in der Universität vorbei, spazieren über die Avenida Madera, wo die Geschäftsleute jetzt in den Cafés sitzen.
Wir werden zum ersten Mal   auf die Personen  an den Nebentischen aufmerksam, die mit ihren   abgestellten Koffern neben den Tischen wie Drogenbosse aussehen, die   gerade einen Deal abschließen. Das ist nicht ungewöhnlich,  schließlich ist die Provinz Michoacan das Zentrum des Drogenhandels von Mexico.  In dem Koffer können wir wegen der Form nur eine MP vermuten, aber das wissen wir natürlich nicht. Ein bisschen vermuten wir es schon, wo mich doch meine Spanischlehrerin Teresa eindringlich gewarnt hatte, nicht nach Morelia zu fahren, weil das sehr gefährlich sei.. Und die Damen am Nebentisch drehen sich abrupt um und verschwinden, als sie mich mit der Camera entdecken.
Irgendwie ist das schon ein aufregendes Erlebnis, mal solch eine Begegnung miterlebt zu haben. Ein mulmiges Gefühl bleibt uns jedenfalls im Gen übrig, als wir kurz vor 12:00 Uhr aus-checken. Anschließend  manövrieren wir uns durch die   gesperrten Straßen von Morelia, um irgendwie auf die Autobahn zu kommen. Aber   es klappt besser, als wir gedacht haben, denn es ist glücklicherweise nicht viel Verkehr.
Wir verfahren uns zwar wieder auf der Autopista, weil wir der Navi App   nicht vertrauen, aber um 15:00 Uhr sind wir endlich auf der 57 D, die nach   Mexico City führt.
In   der Casona trinken wir einen gepflegten Cappuccino und machen uns   dann mit vollem Tank (650 Pesos) und voller Zuversicht auf das   letzte Teilstück zum Flughafen nach Mexico City. Unterwegs werden   wir natürlich mit einigen Straßensperren aufgehalten - aber das ist   nichts Ungewöhnliches in Michoacan.



Die Autobahn wird durch Polizeifahrzeuge blockiert und alle   Fahrzeuge werden angehalten und kontrolliert.
Die richtige Abfahrt auf die neue Autobahn verpassen wir und geraten   so mitten in die Stadt, die an diesem Freitagnachmittag natürlich   chaotischen Autoverkehr aufweist. Wir wundern uns, dass wir   nirgendwo ein Schild "Aeropuerto" entdecken, wo wir doch in unserer   Navi-App den Straßennamen für die Hertz-Vermietstation richtig   eingegeben haben.
Aber wie in Queretaro haben wir nicht bedacht, dass es in einer   22-Millionen-Stadt diese Straße wahrscheinlich mehrmals gibt. So   finden wir uns plötzlich im Stadtteil Chapultepec wieder, von wo es   sehr schwierig ist, den Flughafen zu finden.
Als letzten Ausweg geben wir in unser Navi die Adresse von der   Hertz-Station in der Calle Leibnitz ein und fahren dorthin.
Mit dem Taxi fahren wir durch die total verstopfte Innenstadt zum   Flughafen. Das kostet uns 500 Pesos extra (25 Euro), aber wir ärgern   uns nicht, sondern lauschen dem gesprächsfreudigen Taxifahrer, der   uns während der einstündigen Fahrt mit Stop and Go viel über die   Stadt Mexico und die Mexikaner erzählt. Besonders beeindruckt hat   ihn, dass heute der Drogenboss "El Chapo" geschnappt worden ist.
Kurz vor 20:00 Uhr kommen wir im Hotel Hilton Mexico Aeropuerto an,   das am Ausgang 8 des Terminal 1 liegt und über einen Aufzug erreicht   werden kann. Der Gepäckträger zeigt uns den Weg.
Das Einchecken geht problemlos, da alle Daten vorliegen. Wir   bekommen Zimmer 207 und 226 und sind ganz zufrieden, obwohl die   Räume ziemlich warm sind, keine Fenster haben und ziemlich laut   durch die immerfort laufenden Ventilatoren sind.
Nach einem kühlen Bier und einem leichten Abendessen geht es uns   besser. Wir machen noch einen Spaziergang zur Puerta 4, wo Interjet   morgen abfliegt, das ist die Fluggesellschaft, die wir für unseren Flug nach Los Cabos gebucht   haben. Wir erfahren, dass wir 2 Stunden vor Abflug - also um 8:30   Uhr - dort sein müssen.

Samstag, 15.2.2014
Das Frühstück im Hilton ist wirklich erstklassig: tolle Früchte,   gute Eierkochstation und exquisite Kleinigkeiten. Die 250 Pesos   dafür sind im Zimmerpreis inbegriffen. Schon um 7:00 Uhr sitzen wir   dort, als gerade die Sonne aufgeht. Wir fliegen fast pünktlich ab und landen 2 Stunden später in Los   Cabos. Die 32°C merken wir sofort - es ist ein anderes Klima   hier in Baja California.
 

Baja California
Auch der Flughafen und die Umgebung   des Flughafens sehen total anders aus: Irgendwie scheint hier eine   Wüste zu sein, als wir aus dem Fenster schauen. Alles ist sehr   trocken und Sand und Steine sind überall um die Palmen aufgehäuft.
Drogenhunde laufen über das Gepäck und wir haben sehr schnell unsere   Koffer.Leider geht das nicht so schnell bei Hertz, denn wir werden   erst einmal zur Station gefahren, die eigentlich gar nicht weit weg   ist. Aber alles dauert lange und der Wagen ist noch nicht fertig.
Mit allen Formalitäten und unserem Versuch, in die Navi-App eine   Straße als Ziel in La Paz einzugeben, dauert es bis 13:45 Uhr, bis   wir losfahren können. Unsere Uhren haben wir schon eine Stunde   zurückgestellt.
Unser Chrysler Town and Country ist zwar größer als das vorige Auto   und hat erst 3172 km gelaufen, ist aber nicht ganz so komfortabel.   Der Tank ist leer und wir müssen erst einmal eine Tankstelle in der   Nähe finden. Das gelingt uns auch und wir tanken 53 Liter für 670   Pesos ( = 36 € ). Das ist im Verhältnis zu den Preisen bei uns in   Deutschland ziemlich billig.
Dann geht es auf die Reise über den Highway Nr. 1 nach Norden. Die   Straßen sind gut, wenig befahren und nur ab und zu gibt es eine   Umleitung wegen Bauarbeiten, die uns klar macht, dass wir hier in   der Wüste sind.
Beim Blick   auf die Schilder neben der Straße sehen wir, dass wir uns auf der   Nationalstraße 1 befinden und damit wieder auf der Panamericana   sind. Mit den Kilometerangaben begreifen wir aber auch, dass die   Strecke von hier bis zur amerikanischen Grenze 1500 km lang ist.

Und asphaltiert ist sie nicht überall, wie wir das schon in   Nicaragua erlebt haben. Das bedeutet dann jeweils eine Fahrt über   die Sandpiste mit entsprechenden Staubwolken, die uns eindecken,   wenn uns Fahrzeuge entgegen kommen:

Wir haben etwas Schwierigkeiten mit der Navigation, weil das Kabel   vom Smartphone nicht bis zur Fahrzeugsteckdose reicht, aber nach   einiger Fummelei klappt es doch und wir sind kurz vor 16:00 Uhr in   La Paz.
La Paz
Bei unserer Ankunft im Hotel Club El Moro in La Paz ist der Empfang   an der Rezeption ziemlich kühl; wir bekommen die Zimmer 7 und 8 auf   der 1. Etage mit Blick auf den Pool und durch die Bäume auch aufs   Meer. Das nutzen wir direkt für eine Happy Hour auf dem Balkon. Die   geräumigen Zimmer mit Loft sind mit Kitchenette und großem   Kühlschrank ausgerüstet. Alles reicht wunderbar für einen längeren   Familienurlaub hier, aber wir brauchen das alles gar nicht.

Abendstimmung im Club Los Moros in La Paz
Zum Abendessen gehen wir über die noch nicht ganz fertig gestellte Promenade in das Restaurant Las Brisas. Die Nachos mit leckerer Sauce gefallen uns schon mal als Vorspeise, aber leider sind die Hauptgerichte (Seebrasse, Tunfisch und Lobster) nicht überragend. Trotz allem ist der Ober freundlich und wir können mit Kreditkarte bezahlen.
Sonntag, 16.2. 2014
Es   wird schon warm beim Sonnenaufgang; die Temperaturen sind deutlich   höher als in Mexico City. Das Frühstück in dem kleinen   Familienrestaurant an der Straße, das auch zum Club gehört, ist ganz   ordentlich, wenn auch alles etwas lange dauert.
Um   10:00 Uhr starten wir nach Loreto. Das sind 360 km und die Strecke   zieht sich lang hin. Es geht erst einmal durch die gebirgige   und trockene Sierra Giganta und wir merken an den Pflanzen, dass es   eine Halbwüste ist.

Die Panamericana macht hier einen tristen Eindruck. Die Straßen sind zwar gut asphaltiert, aber links und rechts ist weißer Wüstensand und es kommt uns kaum ein Auto entgegen. Auch die Tankstelle in der Wüste macht einen einsamen Eindruck.
     
Nach 3 Stunden haben wir mit einigen Fotopausen erst 160 km geschafft. In Ciudad Constitucion trinken wir einen Cappuccino in einem alternativen Starbucks Café und sichten nach einer weiteren Stunde zum ersten Mal das Meer.

Wir entdecken jetzt auch die ersten schönen Buchten. Der Himmel ist blau und wolkenlos. Viele Campingwagen stehen dort, einige einfache Ferienhäuschen und gelegentlich auch Zelte. Das gefällt uns alles sehr gut.
Die Cortez-See, wie hier der Teil des Pazifiks genannt wird,   ist fantastisch blau und das Wasser schimmert türkisgrün. Die Landschaft ist total friedlich und das Meer ruhig.

Die Straße führt dann näher am Meer entlang und wir bleiben oft für ein Foto oder einfach für den schönen Ausblick stehen. In El Escondido liegen einige Yachten am Strand und es sind auch Feriengäste dort. Im Wasser oder am Strand entdeckt man jedoch keinen einzigen Menschen.

Loreto
In Loreto finden wir das Hotel Misión Loreto sofort. Es ist kein altes Kloster, sondern ein modernes Luxus-Hotel direkt an der Strandpromenade. Der Empfang ist nicht besonders freundlich und hilfsbereit. Wir bekommen Zimmer 307 und 308 auf der 3. Etage mit Bergblick. Alles ist sehr schön und wir sind sehr zufrieden.
 
Nicht zufrieden sind wir allerdings damit, dass man unsere Kreditkarte direkt mit 800 Dollar belastet. Da müssen wir erst ein Beschwerdegespräch führen, damit es rückgängig gemacht wird.
Man merkt, dass hier alles auf amerikanische Feriengäste abgestimmt ist. Einen Badebetrieb gibt es gar nicht, sondern nur Ausflugsfahrten zum Angeln, Hochseefischen oder zur Walbeobachtung. Ganz anders, als wir uns das vorgestellt haben.

Außer der alten Missionskirche, die die Jesuiten hier 1697 gebaut haben, hat der Ort keine Sehenswürdigkeiten. Wir schauen uns die Kirche an und spazieren über die mit einer Hecke überwachsenen Fußgängerzone. Es gibt zwar ein paar Souvenirläden, aber außer uns keine Besucher.

Unser Spaziergang durch den Ort ist enttäuschend. Wir hatten uns einen lebhaften Ferienort vorgestellt, aber hier ist an diesem Sonntagnachmittag tote Hose. Das ist uns völlig unverständlich.
Wir finden nur mit Mühe ein geöffnetes Restaurant, in dem wir zum Sonnenuntergang ein Bier trinken können. Für eine gemütliche Happy Hour eignet sich nämlich das "Mediterraneo" nicht.
Zum Abendessen bleiben wir im Hotelrestaurant. Der Ober kommt sofort an unseren Tisch und verkündet, dass es heute Abend keinen Fisch gibt. Wir sind entsetzt. Die Möhrensuppe als Suppe des Tages ist geschmacklos, die Fajitas mit Chicken aber heiß und ordentlich.
Nachts springt ab und zu die Klimaanlage des Hotels an und macht ärgerliche Geräusche.
Montag, 17.2. 2014
Hans ist früh aufgestanden und hat schon den wunderschönen Sonnenaufgang über dem Cortez-Meer fotografiert.

Es ist fantastisches Wetter und schön warm. Wir tanken, weil wir nach Mulegé wollen. Bisher haben wir etwas mehr als 10l /100km gebraucht.
Zunächst geht es wieder durch die Sierra de Gigantes nach Norden. Die Straße führt vom Meer weg und es wird hügelig. Als wir in die Berge kommen, geraten wir in die Kontrolle der Militärpolizei, die uns aber sehr freundlich durchlässt, weil wir erklären, dass wir als Deutsche Mexiko und die Mexikaner sehr sympathisch finden.
Als sich die Straße wieder dem Meer nähert, sehen wir die ersten hellen Sandstrände und auch einzelne Wohnwagen am Meer. Drei große Campingplätze befinden sich an der Strecke, aber es ist kaum ein Mensch zu sehen. Eigentlich seltsam, denn die Buchten sehen malerisch aus.


Gegen 12:00 Uhr sind wir in Mulegé und schauen uns das kleine   Oasenstädtchen an.
Mulegé
Offiziell darf sich Mulegé Heroica Mulegé nennen. Dieser Titel geht auf den Krieg der Amerikaner mit Mexiko in den Jahren 1846–1848 zurück. General Santa Ana belagerte die berühmte Festung Alamo in San Antonio in Texas und nahm diese auch ein. Die Truppen der Vereinigten Staaten versuchten im Gegenzug die gesamte Halbinsel Niederkalifornien für die Vereinigten Staaten zu erobern. Sie belagerten auch Mulegé.
  
Die Anwohner von Mulegé und der umliegenden Dörfer schlugen die US-amerikanische Armee in die Flucht. Mulegé wurde nicht erobert. Zur Belohnung dieser Verteidigung bekam Mulegé den offiziellen Titel Heroica Mulegé.
Eigentlich gibt es außer der alten Misión Santa Rosalia, die im Jahre 1754 von den Jesuiten erbaut wurde, nichts Besonderes zu entdecken in diesem Ort mit 4500 Einwohnern.
 
Leider sind die Informationstafeln schlecht oder gar nicht mehr lesbar, sodass es nicht einfach ist, den geschichtlichen Verlauf dieses alten Klosters zu verfolgen.
Mulegé hatte sich früher vor allem dadurch entwickelt, dass ein Fluss 2 km vor dem Ozean hier ein Tal mit Wasserreichtum bildete, das den Anbau von sämtlichen Südfrüchten und Gemüsen ermöglichte. Zusammen mit dem Fischreichtum des Meeres bildete sich hier eine reiche Oasenstadt aus.

Nach einem Spaziergang durch das Örtchen beschließen wir, auf die Fahrt zu den Höhlenmalereien in der Sierra de Guadeloupe zu verzichten und machen uns auf den Rückweg.
Um 15:30 Uhr sind wir wieder in Loreto und spazieren über die Mole am Hafen und am Strand vorbei.

Alles ist leer und ziemlich trostlos; lediglich am Hafen sitzen ein paar Fischer und wollen uns Ausflüge verkaufen.

Abends ist die Küche im Hotel total überfordert, weil zwei große Gruppen da sind. Der Ober bringt uns zwar wegen der langen Wartezeit eine kostenlose Portion Nachos, aber auch das nachfolgende Essen ist nur durchschnittlich.
Als wir ins Bett gehen, ist wieder das grummelnde laute Geräusch von den Ventilatoren aus der Küche zu hören. Es ist eigentlich unerträglich.
Dienstag, 18.2. 2014
Das Frühstück ist in Ordnung und das Omelett aus der Küche ist gigantisch. Man merkt den Einfluss der amerikanischen Touristen in diesem Ort.
Um 10:00 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Puerto San Carlos.Die Strecke von Loreto nach Puerto San Carlos beträgt 205 km und führt quer über die Halbinsel vom Mar de Cortéz zum Pazifischen Ozean.
Nachdem wir noch gar nicht weit gefahren sind, ist die schmale Straße zwischen Gebirge und Meer durch herabfallende Felsbrocken blockiert. Wir steigen aus und schauen fasziniert zu, wie immer wieder neue Felsbrocken am Hand herunter kommen. Wir müssen eine Weile warten, bis alles weggeräumt ist. Es ist ganz spannend zuzuschauen, wie die Feuerwehr und die zu Hilfe gerufenen Bagger die Felsbrocken zur Seite räumen und die Straße wieder befahrbar machen. Erstaunlicherweise dauert das gar nicht so lange. Mit dem Video ist unser Erstaunen sicher verständlich.
Puerto San Carlos
In   Ciudad Constitución machen wir wieder eine Kaffeepause und sind dann   schon gegen 13:30 Uhr in Puerto San Carlos. Das ist   eigentlich viel zu früh für   den Bezug der Zimmer. Am Eingang des Ortes sehen die Schilder nicht   unbedingt vertrauenserweckend aus:
   
Der Eigentümer Fito Gonzales begrüßt uns, mit dem ich schon vor   einigen Monaten Kontakt aufgenommen hatte wegen der Bungalows und   der Walbeobachtungstour. Er ist sehr freundlich und erklärt uns,   dass die Bungalows gegen 15:00 Uhr fertig zum Bezug wären und dass   wir uns doch bis dahin ein wenig im Ort umschauen sollten.

Foto mit Fito Gonzales, dem Besitzer der Anlage
So   machen wir also erst einmal eine Rundfahrt durch das Dorf und sind   leicht geschockt über die ärmlichen Hütten, den Staub, den Dreck,   den Müll und den Gestank. Es ist halt ein einfaches mexikanisches   Fischerdorf. Wir schauen uns auch den Embarcadero an, also die   Anlegestelle, an der wir morgen zu der Walbeobachtungstour auslaufen   sollen.

Häuserfront in  Puerto San Carlos
Als wir unsere Häuschen zugewiesen   bekommen, erkennen wir, dass hier alles noch im Aufbau ist und dass   die Versprechungen, die man uns gemacht hat, nicht ganz der Wahrheit   entsprechen. Hier einige Fotos von der Anlage:
Als wir unsere Bunbalows  "Estrella del Mar"   und "Mangre" beziehen, sind wir leicht geschockt. . Zuerst sind wir leicht geschockt, dann nehmen wir aber   alles mit einem leichten Schmunzeln zur Kenntnis: Sie liegen 20 m   vom Strand entfernt im Sand. Stimmt eigentlich alles. Leider sind   sie halb fertig, alles ist sehr primitiv eingerichtet und nicht   gerade fachgerecht zusammengeschustert, aber eben mit gutem Willen   als mexikanisches Ferienhaus mit einem Queenbed und einem Twin plus   einem Sofabed für eine Familie anzusehen, die nicht viel Geld   ausgeben will - obwohl die 80 Dollar, die wir dafür bezahlen, ziemlich   viel sind. Die obere Etage ist noch nicht fertig und überall wir   gemauert und installiert. Alles wird in Eigeninitiative von Fito Gonzales´ Familie errichtet.  Es muss halt alles mit möglichst wenig Geld fertig gestellt werden.
Wir machen noch einen Strandspaziergang und Ute fotografiert den Sonnenuntergang.
 
Nach dem Abendessen marschieren wir bei Vollmond und hellem Jupiter in unseren Bungalow, der glücklicherweise nicht so kühl ist wie der Wind, der draußen weht.
Mittwoch, 19.2.2014
Fito Gonzales hat uns gesagt, dass sein Bruder uns morgens um 8:00 Uhr zur Anlegestelle führen wird; wir sollten ihm mit unserem Auto hinterherfahren.
Walbeobachtungstour in Purto San Carlos
Wir beeilen uns sehr und sitzen deshalb schon um 7:00 Uhr beim Frühstück. Viel zu früh, denn unsere bestellten Eier kommen eine dreiviertel Stunde später. Danach müssen wir uns unheimlich beeilen, um hinter dem Pickup von Fitos Bruder zum Anleger zu kommen.
Ich bin stinksauer: Meine kleine Lumix funktioniert plötzlich nicht mehr, weil der Wind den feinen Sand in die Lamellen des Objektiv-Verschlusses geweht hat und diese sich nicht mehr schließen. Das ist sehr ärgerlich und ich muss für die Fotos jetzt meine Unterwasserkamera verwenden.
An der Anlegestelle wartet Rogiero Toledo mit seinem Boot auf uns. Wir sind erstaunt, wie klein der Kahn ist. Er stellt sich vor und erklärt, dass er der Capitan ist und kein Englisch spricht. Wir ziehen unsere Schwimmwesten über und hoffen, dass es mit der Verständigung klappt. Der Capitan macht jedenfalls einen erfahrenen Eindruck. Dann sausen wir los.
 
Nach 20 Minuten werden wir schon ungeduldig, weil wir nichts auf der Wasseroberfläche entdecken, während Rogiero Pfeiftöne von sich gibt und erklärt, dass wir nach den Fontänen Ausschau halten müssen. Erst nach mehr als einer halben Stunde Fahrt durch die Bahia Magdalena sehen wir die erste Fontäne und sichten wir den ersten Wal.
   
Es ist ein Muttertier mit einem Baby. Wir sind ganz begeistert, dass wir auf etwa 50 m herankommen. Danach sehen wir bei einem zweiten Pärchen deutlich die Umrisse neben uns in dem klaren Wasser. Beim Auftauchen filmen wir die beiden Wale. Es ist sehr beeindruckend.
Wir gucken uns die Augen aus nach anderen Walen und finden erst eine größere Gruppe, als wir 20 km weiter weg von der Küste sind. Leider tauchen sie oft wieder weg, wenn wir nahe genug heran sind. Aber dann gelingen uns doch ein paar schöne Aufnahmen und ein Video dazu:.
Die 17-20 m langen Grauwale gebären hier ihre Jungen Ende Dezember   bis Mitte Januar und ziehen sie dann auf, bis sie im März wieder   nach Alaska in kältere Gewässer wandern.

Wir können jetzt auch beobachten, wie neben unserem Kahn die Muttertiere zusammen mit   den Babys auftauchen und dann wieder für 20 Minuten verschwunden   sind.

Unserem Capitano machen wir klar, dass wir nicht eher zurück wollen,   bis wir eine Fluke fotografiert haben - und das klappt schließlich sogar. Wir sind ganz happy.
 
Die Walbeobachtungstour hat uns gut gefallen, sodass wir zu den 210   Dollars für die dreistündige Fahrt noch 200 Pesos Trinkgeld geben.
Bei unserer Abfahrt gibt es allerdings noch einige Probleme mit den   19% Steuern, die wir jetzt noch zur Übernachtung und zum Essen   hinzuzahlen sollen. Irgendwie erscheint uns das doch als Halsabschneiderei, mit der die Besitzer die Amerikaner betrügen können, weil die ja die Steuer am Ende getrennt abrechnen. Wir haben aber angenommen, dass der Übernachtungspreis alle zusätzlichen Kosten enthält und weigern uns, noch mehr dazu zu zahlen. Schließlich wird das auch akzeptiert.
Um 13:40 Uhr geht es dann endlich los in Richtung Ciudad   Constitucion, wo wir zum dritten Mal in dem Café eine Pause mit   einem Cappuccino einlegen und diesmal einige Muffins dazu nehmen,   weil das Frühstück so miserabel war.
Den Rest der Fahrt nach La Paz bringen wir schnell hinter uns, weil wir auf   dem Highway jeweils einen Land Rover als "Leithammel" finden, dem   wir in gewissem Abstand mit 120 km/h locker folgen können. Ute und   Hans geht das ein bisschen zu schnell, dafür sind wir aber schon um   16:00 Uhr in La Paz, wo wir uns wegen des ersten Besuchs   auskennen.
Diesmal bekommen wir im Club El Moro die Zimmer 11 und 15, mit denen   wir ganz zufrieden sind. Antonio mixt uns in der Poolbar eine gute   Margarita als Happy Hour Drink, mit dem wir auf den ereignisreichen   Tag anstoßen.
Abends fahren wir auf Empfehlung des Rezeptionisten mit dem Auto zum   Restaurant "Las Tres Virgines", in dem wir stilvoll unter freiem   Himmel speisen.

Todos los Santos
Donnerstag, 20.2. 2014
Nach unserem Frühstück schauen wir uns noch etwas in La Paz um, aber viel ist nicht zu besichtigen. In der Kirche wird gerade der Rosenkranz gebetet und rund um die Plaza ist nichts los.
Also fahren wir los und sind 85 km weiter in Todos Santos am Hotel California.
Natürlich machen wir halt an dem berühmten Hotel California, schauen uns im Innern um und trinken auf der Terrasse einen  Cappuccino. Das Hotel ist vollgestopft von allerlei Krimskrams.

Der Innenhof versprüht zwar den Charme der 60er Jahre, aber im Grunde genommen ist der Bau ziemlich verfallen und wenig gepflegt.
 
Im Hof und auf der Terrasse im   Garten sieht es nicht viel besser aus. Alles ist irgendwie auf die   amerikanischen Touristen ausgerichtet. die dieses Hotel aufgrund des   berühmten Songs von den Eagles unbedingt besuchen wollen.

Der Ort gehört zwar wegen der alten Kirche von 1734 zu den Pueblos   Magicos, also den magischen Dörfern, ist aber total verdorben durch die kitschigen Andenkenläden.
Beim Spaziergang durch das Örtchen und durch die kleinen Boutiquen   und Souvenirshops stellen wir fest, dass alles auf amerikanische   Touristen ausgerichtet ist, die von Cabo San Lucas hierhin einen   Ausflug machen.

Bei vielen Ausstellungsstücken müssen wir lachen, besonders über die furchterregenden Gummihauben für die   Motorradfahrer.
Cabo San Lucas
Inzwischen sind wir jetzt auf Meereshöhe und fahren an der Küste   entlang nach Süden. Von Zeit zu Zeit sehen wir Palmen und Schilder,   die auf schöne Strände hinweisen, die in den Reiseführern erwähnt   sind. Es sind aber alles kleine Buchten, die über Sandpisten zu   erreichen sind und sonst nichts drum herum aufweisen. Wegen der   Wellen sind sie zum Surfen, aber weniger zum Schwimmen geeignet.
Also verzichten wir auf einen Besuch und fahren weiter bis nach Cabo   San Lucas. Um 14:00 Uhr kommen wir dort an und halten wegen einer   ersten Erkundung am Hafen.

Durch die Geldautomaten am Hafen   merken wir sehr schnell, dass die Amerikaner hier die bestimmenden   Touristen sind. Und in der Tat wird auch alles in Dollars gehandelt.

Cabo San Lucas ist das Zentrum der Hochseeangler. Hier wird gerade   ein Marlin gewogen. Bei unserer   Ankunft beobachten wir, wie die Fischer die gefangenen Mahi-Mahis zerlegen und die Filets sofort verkaufen.   Die Pelikane verschlingen gierig den Abfall.
   
Viele Fischer sprechen uns wegen einer   Tour oder eines Wassertaxis an, aber wir winken erst einmal ab, denn   alle Aktivitäten werden hundertfach angeboten und wir müssen erst   einmal die Preise vergleichen. Sehr hilfreich sind die Magazine und Prospekte, die man überall erhält. Die Karte stammt vom Los Cabos Magazine und der dazugehörigen Website, die ausgezeichnete Informationen zu Cabo San Lucas bietet.
 
Gut zu erkennen ist die Marina, an der wir jetzt gerade stehen und über den Hafen blicken. Auf der rechten Seite erstreckt sich der große Medano Beach mit riesigen Hotelkomplexen.
San José del Cabo
Dahinter kommt dann der "Corridor", der Cabo San Lucas mit San José del Cabo verbindet, dem nächsten Badeort mit großen Hotels. Nach einem guten Cappuccino beschließen wir, zunächst einmal weiter nach San José del Cabo zu fahren, wo wir wohnen werden. Die Fahrt geht über den Transpeninsula Highway - über den   "Corridor" - das ist die Hotelzone, die die beiden Orte miteinander verbindet. An der Playa Hotelera liegen an einem langen Sandstrand mehrere Hotels nebeneinander. Auf der Karte ist das gut an den roten Sonnenschirmen zu erkennen, die die dazu gehörigen Badestrände kennzeichnen.

Wir bekommen im Hotel Posada Real die Zimmer 102 und 243, die allerdings noch nicht fertig   sind. So setzen wir uns erst einmal mit unserem neuen roten Armband   an die Poolbar und genehmigen uns eine Margherita, denn wir sind   jetzt für die nächsten 3 Tage All-Inclusiv-Gäste. Danach besichtigen   wir alles. Die Zimmer sind in Ordnung, wenn auch Ute und Hans aus ihrem Fenster nebenan auf   eine Baustelle blicken.
Zum   Abendessen gibt es ein Büffet und wir bereuen, dass draußen auf der   Terrasse kein Tisch mehr frei ist. Die Ober sind freundlich und die   Köchinnen hinter der Theke an der Kochstation auch. Die Qualität ist   durchschnittlich und der Wein nicht besonders gut; wir merken, dass   wir in einem All-Inklusive-Ferienresort der oberen Mittelklasse in   Mexiko sind. Es ist eben Massenbetrieb, den wir so nicht gewohnt   sind. Leider startet gegen 19:50 Uhr schon die Sängerin in der Bar   mit ihrem lauten Gesang das Abendunterhaltungsprogramm, sodass man   sich im Restaurant kaum noch in Ruhe unterhalten kann. Schade.
So setzen wir uns in den Garten und genießen die laue Luft und die   Abendstimmung:

Die Anlage, der Strand und die Gebäude sehen in der Abenddämmerung romantisch aus.
 

Freitag, 21.2.2014
Wir frühstücken gemütlich und sind ganz zufrieden mit der   Obstauswahl, den Eierspeisen und den typischen mexikanischen   Frühstückszutaten.
Wie in fast allen Ferienhotels dieser Art sind die Liegen am Pool   schon alle belegt. mit Mühe suchen wir uns zwei zusammen und stellen   sie unter ein Sonnendach am Strand.

Der Strand vor unserem Hotel ist nach beiden Seiten breit und lang.   Es ist ein sauberer Naturstrand mit mittelmäßig feinem hellen Sand.   Die Brandungswellen überschlagen sich kräftig. Ein Stück weiter gibt   es nur noch zwei Hotels und viele private Condominiums. Alle liegen   aber am gleichen Strand. Allerdings ist es sehr windig.
Während ich am Strand entlang wandere, machen Hans und Ute einen   Spaziergang durchs historische Zentrum. Hier ein paar Eindrücke davon:
Zur Happy Hour tauschen wir unsere Erfahrungen aus und lassen uns   einige Tequilas und Margaritas servieren. Wie üblich natürlich alles   in Plastikbechern. Der Wind hat nachgelassen und es geht uns gut. Am   Abend gibt es ein mexikanisches Büffet mit lustigen Einlagen bei der   Live Musik.

Samstag, 22.2.2014
Nach dem Frühstück fahren wir nach Cabo San Lucas und chartern dort   ein Fischerboot.
Cabo San Lucas
Für 15 $ pro Person will uns ein Fischer zum El Arco fahren, dem   berühmten Felsen mit der Durchfahrt zum Pazifik. Außerdem wollen wir   eine Rundfahrt um den Felsen machen und und am Mittag soll er uns   wieder zur vereinbarten Zeit abholen. Das sagt er zu, obwohl er   dabei nicht ganz glücklich ist, dass wir nur 4 Personen sind, denn   so verdient er deutlich weniger, als wenn er wie üblich 8 Personen   im Boot transportiert. Aber er macht ein ganz freundliches Gesicht   und zeigt uns die einzelnen Strandabschnitte von Cabo San Lucas.

Der Fischer erklärt uns, dass hinter uns der bekannteste Strand von   Cabo San Lucas liegt. Es ist der Medano Beach, an dem die meisten   der großen Hotels liegen. Viele Amerikaner aus Kalifornien haben   hier ihre Ferienwohnungen.

Von den tollen Stränden zwischen den Felsen sind wir begeistert. Man kommt allerdings nur mit dem Boot oder Wassertaxi hierhin und es gibt keine Sonnenschirme, keine Duschen, keine Toiletten. Man muss alles mitbringen, was man für den Ausflug an den Strand benötigt.
Anschließend kommen wir zum berühmten "El Arco", den wir umrunden, um ihn vom Pazifik und von der Cortez-See anzuschauen.

Bei Ebbe kann man hinwandern, jetzt schlagen die Wellen hindurch. Wenn man um ihn herumgefahren ist, sieht man das "Fenster zum Pazifik":

Am Lover´s Beach lassen wir uns absetzen. Die Fischer helfen sich gegenseitig bei der Landung und sorgen dafür, dass die Touristen nicht ins Wasser fallen.

Die Landung ist unproblematisch; allerdings hebt die Brandungswelle das Boot vorne ganz schön hoch und schwappt dann mit der Welle zurück. Man muss den richtigen Moment für den Absprung aussuchen. Der Strand ist fantastisch; das Wasser ist kühl, aber sauber. Es sind nur kleine Wellen dort. Fische sieht man nur an den Stellen, wo sie von den Booten mit den Touristen gefüttert werden, damit die Leute beim Schnorcheln auch  welche beobachten können.
Auf der einen Seite ist der "Strand der Liebenden" mit total ruhigem Wasser.

Auf der anderen Seite befindet sich der "Strand der Geschiedenen" mit wilden, sich kreuz und quer überschlagenden Wellen. Vor dem Schwimmen wird ausdrücklich gewarnt, was die Jungen mit den Boards natürlich zur Mutprobe lockt. Trotzdem ist der Strand wunderschön.

Das Wasser ist wunderbar klar und sauber, der Strand auch. Hier könnte man bleiben. Wenn wir hier länger Urlaub machen würden, würden wir uns bestimmt  jeden Tag mit dem Boot hierhin fahren und abends wieder abholen lassen.
Leider haben wir diesmal nicht so lange Zeit, sondern nach einer   guten Stunde kommt der Fischer wieder mit seinem Boot zurück. Da das   kleine Boot den Namen "Pablito" (= kleiner Paul") trägt, heiße   ich   jetzt bei Ute auch so. Bei der Rückfahrt stellen wir fest, dass die schönen Strandbuchten   mit den Felsen dazwischen durchaus sehr gut vom Hafen aus zu Fuß   erreicht werden können. Das ist natürlich ebenfalls eine interessante   Alternative.
Nach einem Cappuccino auf der Hafenpromenade beschließen wir, den "Golden   Corridor" oder die "Goldene Meile" entlang zu fahren und uns die   Strände dort einmal anzuschauen. In Wirklichkeit handelt es sich um   einen 30 km langen Küstenstreifen mit Hotels und Condominiums   zwischen Cabo San Lucas und San José del Cabo.

Die touristisch überfüllte Playa Medano wollen wir überschlagen,   andererseits uns aber auch das Resort  "Dreams" anschauen, das wir uns   ursprünglich für einen Relax-Aufenthalt ausgesucht hatten. Die erste   Bucht - die Bahia Santa Maria - gefällt uns nicht vom ersten Ausblick   vom Highway aus, aber kurz darauf biegen wir ab und fahren zur Chileno Bay hinunter.

Wir sind ganz angetan von dem schön angelegten Beachpark mit   (einfachen) Toiletten, Sonnenschutzdächern und einem Holzweg,   der vom Parkplatz zum Strand führt. Alles macht einen sehr   gepflegten Eindruck.
 
Das Wasser ist sauber, türkisgrün, mit wenig Wellen - und   schnorcheln kann man auch zwischen den Felsen.
Einige Kilometer weiter besuchen wir das "Dreams", das wir   eigentlich buchen wollten. Es ist zwar ein schönes komfortables   5-Sterne-Resort, liegt aber an einem Strand, der nicht besser ist   als der vom Posada Real, in dem wir jetzt wohnen.

Hier noch zwei Fotos davon:
 
Zum Schluss sind wir gar nicht böse, dass wir die Wahl mit dem   Posada Real getroffen haben.
Anschließend fahren wir zum Puerto von Los Cabos, der wunderschön   angelegt und voll von Yachten ist. Das wird sicherlich noch einmal   eine sehr teure Wohngegend hier. Vieles ist noch im Bau, aber alles   schon erschlossen.
Zur windigen Happy Hour scheint die Sonne nicht mehr und es wird   ungemütlich an der Bar. Wir verziehen uns auf einige Liegen in der Sonne, aber die   Margaritas sind miserabel heute.
Auch zum Abendessen ist das angesagte Fischbüffet nur ein Gerücht,   denn es gibt wenig Fisch, dafür aber drei verschiedene Fajitas.   Leider alles nur mittelmäßig. Um   halb acht beginnt eine Band mit unerträglicher Lautstärke zu   spielen. Wir sind sauer; Proteste helfen nicht - so verziehen wir   uns mit einem Bier an den Strand und schauen uns zum Abschied den   Sternenhimmel und ein Feuerwerk in der Ferne an.
Sonntag, 23.2.2014
Wir frühstücken gemütlich und packen unsere Sachen zusammen. Im   Internet erfahren wir, dass der berüchtigte Drogenboss "El Chapo"   geschnappt worden ist, auf den 8 Millionen Dollar Kopfgeld   ausgesetzt worden waren. Um   11:30 Uhr checken wir aus und spazieren erst noch einmal durch das   historische Zentrum von Los Cabos. Um kurz vor 14:00 Uhr liefern wir   den Wagen bei Hertz ab. Wir sind 1623 km in Baja California   gefahren.
Mit einem Shuttle geht es zum Flughafen, aber die Maschine von   Interjet hebt erst um 17:10 Uhr ab. Nach 1 1/2 Stunden landen wir in   Mexico City, wo es aber statt 18:45 schon 19:45 Uhr sind.
Wir sind schnell im Hilton, bekommen Zimmer 409 und 415 und wollen   noch eine Kleinigkeit essen. Der Service ist sehr schlecht und wir   bekommen nur gefrorenes Bier in Dosen. Als wir fragen, ob keine   Biergläser da sind, antwortet der Ober sehr unfreundlich, wir wären   schließlich in Mexiko und nicht in Deutschland. Alles sehr unfreundlich und unerfreulich.
 
Montag, 24.2. 2014
Um   7:00 Uhr sitzen wir beim ausgezeichneten Frühstück und marschieren   anschließend erst einmal zum falschen Schalter von Interjet. Wir   müssen nämlich diesmal zu den International Flights auf Gate 9.   Glücklicherweise ist aber dort nichts los, sodass wir noch pünktlich   erscheinen. Ausreisegebühr brauchen wir nicht zu bezahlen, sie ist   im Flugpreis inbegriffen. Inge wechselt die restlichen Pesos in   Dollars um und wir begeben uns in den Warteraum 21. Dort hätten wir   bald das Boarding verpasst, wenn man uns nicht darauf aufmerksam   gemacht hätte, dass schon längst alle Passagiere eingestiegen sind.
Um 9:40 Uhr hebt der Airbus 320 ab und wir sehen deutlich den gelben Smog, der über der 22- Millionen Stadt Mexiko liegt.

Das war´s von Mexiko. Ich hoffe, der Reisebericht hat Ihnen gefallen und es sind ein paar brauchbare Informationen für Sie dabei, wenn Sie vorhaben, das koloniale Mexiko und Baja California  zu besuchen.
Wir fliegen jetzt weiter nach Cosat Rica  und landen nach 2 1/2 Stunden Flugzeit um 12:10 Uhr in San José. Was wir dort erlebt haben, können Sie in meinem Reisebericht von Costa Rica nachlesen. Vielleicht haben Sie aber auch Interesse an anderen Reiseberichten von mir. Schauen Sie doch mal auf meine Reiseseite!
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