Schnorcheln und Tauchen in Hawaii - Reiseberichte von Hawaii und anderen Trauminseln

Maui Hookipa Strand

Reiseberichte von Paul Tresselt

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Schnorcheln und Tauchen in Hawaii

Reisetipps
Ich bin leider kein Taucher,   sondern schwimme und schnorchle nur gern. Viele meiner Freunde   berichten von tollen Unterwasserrevieren auf der Welt, in denen man   wie in einem Aquarium herumschwimmt. Viele tauchen auch   leidenschaftlich gern. Immer wieder werde ich gefragt, wo es am   schönsten ist. Meiner Ansicht nach ist das Barrier Reef in   Australien das beste Tauch- und Schnorchelrevier. Danach finde ich   Bora Bora ganz toll und an die dritte Stelle würde ich Hawaii   setzen. Allerdings muss ich das inzwischen etwas relativieren, nachdem ich auf den Malediven geschnorchelt bin. Dort ist es nämlich auch sehr schön.
In vielen Regionen dieser Welt habe ich   schon geschnorchelt. In Australien war das Wasser am Outer Reef   (also ca. 20-40 km von der Küste entfernt) am klarsten. Man konnte   mehr als 30m tief gucken. Bora Bora und die Inseln um Tahiti waren   deshalb so schön, weil man in den Lagunen in einer geringen Tiefe   mit großen Mantas oder Haien problemlos schwimmen konnte. Die   Malediven haben mir in dieser Hinsicht auch gut gefallen. In Hawaii   ist das mit den Mantas ähnlich, man trifft sie allerdings seltener -   und die Haie sind leider wesentlich gefährlicher. Allerdings gefällt   mir deshalb Hawaii am besten, weil es von Deutschland  aus im   Gegensatz zu Tahiti oder Australien  noch am   leichtesten erreichbar ist.
Ich nehme zwar immer meine Schnorchelausrüstung von zu Hause mit,   aber in Hawaii bekommen Sie überall sehr preisgünstig Flossen,   Taucherbrillen und Schnorchel in neuester Ausführung zur Ausleihe.   Bei fast allen Bootstouren ist die kostenlose Ausleihe inbegriffen.
Schnorcheln und   Tauchen in Maui
Maui eignet sich am besten zum Schnorcheln und Tauchen,   weil es dort viele Korallenbänke gibt und die kleine Vulkaninsel   Molokini in erreichbarer Nähe liegt.   Das kristallklare Wasser um den   versunkenen Vulkankrater herum ist die erste Adresse für   ambitionierte Schnorchler und Taucher. Mit einem Boot fährt man vom Ma´alaea Harbor aus  etwa 5 km weit zu diesem   Unterwasser-Naturschutzgebiet, das außer allen Riff-Fischen auch   Mantas, Haie und Delphine beherbergt.
Natürlich müssen Sie bei einem solch spektakulären Tauch- und   Schnorchelgebiet mit entsprechend viel Touristen rechnen, die   gleichzeitig mit Ihnen einen Ausflug dorthin gebucht haben:
  • 14 - 20 Ausflugsboote sind meist   gleichzeitig dort.
  • Jedes Boot hat ungefähr 100   Passagiere.
  • Damit sind zwischen 1400 und   2000 Schnorchler im Wasser.
  • Das bedeutet, dass Sie unter   Umständen mehr Touristenbeine als Fische um sich herum wedeln   sehen.
Prüfen Sie vorher genau die Preise, denn die 149.95 $, die für eine   5-stündige Exkursion nach Molokini veranschlagt werden, sind   zunächst ein Phantasiepreis. Sie werden schnell Angebote von 79,95$, 39,95$,   29,95$ oder 19,95$ finden und Snorkel Bob´s, der sich jetzt Boss   Frog´s nennt, schenkt Ihnen sogar den Ausflug, wenn Sie eine Woche   lang eine Schnorchelausrüstung bei ihm mieten. Und die kostet nur   9,95 $. Allerdings können Sie bei diesen Billigangeboten auch   hereinfallen, denn die finden immer nachmittags statt. Und da ist   manchmal leider die Unterwassersicht miserabel, weil die Passatwinde   am Nachmittag auffrischen. Auf der sicheren Seite sind Sie also nur   am Vormittag.
Es gibt neben den vier Unterwasser-Schutzgebieten noch weitere   schöne Schnorchelgebiete auf der Insel. Ein Geheimtipp ist Oluwalu, das ist ein kleiner Strand am   Meilenstein 14 auf der Strecke von Maalaea nach Lahaina. Kapalua   Beach und Polo Beach sind auch gute Schnorchelreviere. Wenn Sie   ganz sicher gehen wollen, können Sie den täglichen   Schnorchel-Bericht von The Snorkel Store abonnieren:
Lohnenswert ist ein Besuch   der Honolua Bay, die etwas versteckt im Norden von Kapalua liegt.   Man muss am Meilenstein 32 auf dem Highway 30 halten und dann zur   Bucht hinuntersteigen. Dort  trifft man besonders im Sommer auf   große Fischschwärme. Für Liebhaber von Schildkröten bietet sich   Wailea Point an, besser ist aber noch eine Bootstour zur "Turtle   Town" von Makena aus. Viele Firmen bieten solche Touren an.   
Die Zahl der Begegnungen mit Haien ist in den letzten Jahren stark   gestiegen. Erstaunlicherweise kommen die Haie immer näher an die   Küste und in Maui sind mehrere Hai-Unfälle passiert, wobei die   Schwimmer nicht weiter als 50 m vom Strand entfernt waren. In den   meisten Fällen sind es Surfer gewesen, die auf den Brettern lagen   und vermutlich von den Haien aufgrund des Schattens als kranke   Delphine angesehen wurden. Es ist bisher ungeklärt, was die Haie zu   einem Biss animiert. Jedenfalls wird immer davor gewarnt, nicht in   der Nähe von Flussmündungen oder undurchsichtigen oder schmutzigen   Wasserbereiche zu schwimmen, weil Haie gern in solchen Gewässern   jagen. Inzwischen sind wohl auch viele Haifamilien von Tigerhaien   und Hammerhaien aus dem nördlichen Pazifik hinunter zu den   hawaiianischen Inseln gewandert und sind dort heimisch geworden. Die   Gefahren werden also zunehmen.
Als ich im Herbst 2019 in Hawaii war, hat es aber keine Unfälle gegeben. In diesem Zusammenhang würde ich Ihnen empfehlen, einmal das Maui Ocean Center zu besuchen, das zu den schönsten Aquarien der Welt gehört. Die besondere Attraktion dort sind natürlich die verschiedenen Hai-Arten. Sie können sogar mit ihnen schwimmen oder tauchen.
Alle Schnorchelreviere werden in dem "Maui Dive and Surf Magazine"   genau beschrieben und gut bebildert erklärt. Das Magazin ist in   allen Maui Dive Shops   kostenlos zu bekommen, von denen es acht auf der Insel gibt.

Die Karte mit den Riff - Fischen, wie sie in Hawaii   überall zu finden sind, ist auch aus dem Maui Dive and   Surf Magazine entnommen. Sie können sich das   64-seitige Magazin mit allen speziellen Hinweise von der Webseite des Maui Dive Shops herunterladen. Das lohnt sich: http://www.mauidiveshop.com/Maui-Dive-Surf/
Als Beispiel sehen Sie auf dem Bild eine bebilderte Schnorchel- oder Tauchanweisung  für Molokini, die aus diesem Heft stammt. Es werden nicht nur Schnorchelrouten für die gesamte Insel empfohlen, sondern es wird gleichzeitig auch auf Parkplätze, Duschen und Toiletten hingewiesen.
Tipp:   Es gibt auch eine sehr schöne Möglichkeit zum Schnorcheln am   Molokini Krater, die preiswert ist und sehr ergiebig, weil Sie nicht   mit den großen Gruppen zusammentreffen, die täglich dorthin fahren:   Es legt nämlich 2x täglich von der Bootsrampe in Kihei ein   Schlauchboot der Firma Seafire mit Captain Don Burns ab und ist in   15 Minuten an der kleinen Insel oder auch an Turtle Town.   Wer einmal in Maui ist, wird vielleicht Ausflüge nach   Lanai oder Molokai machen. Wenn genug Zeit bleibt, kann man auch   dort gut schnorcheln. In Molokai fand ich es am Kaluakoi   Beach am schönsten. Lanai besucht man am besten auf einer   Bootstour von Lahaina aus, wenn man nicht gerade einen   Luxusaufenthalt in der Manele Bay gebucht hat. Es gibt um die Insel   herum sehr schöne Riffe, wobei man aber manche vom Ufer aus schlecht   erreichen kann. Die Boote fahren zu den einsamen Riffen mit   Unterwasserhöhlen, zu den Tide Pools und ermöglichen das Schwimmen   mit Schildkröten und Delphinen.
Wenn Sie mit der Fähre von Lahaina nach Lanai übersetzen, werden Sie wahrscheinlich schon vor dem Erreichen des kleinen Hafens Manele von den Delphinen begleitet, die die Einfahrt der Fähre begrüßen. Vom Hafen aus ankern an der rechten Seite vor dem Sweetheart Rock die Katamarane mit den Schnorchelausflüglern. Das können Sie individuell besser machen, wenn Sie nach Ankunft im Hafen die Straße links zum Hulopoe Beach entlang wandern, den Sie nach 10 Minuten Fußweg erreichen. Der Strand eignet sich nicht nur zum Relaxen und Schwimmen, sondern auch sehr gut zum Schnorcheln.
Ich werde oft gefragt, ob es sinnvoll ist, seine  eigenen Flossen und Taucherbrillen von zu Hause aus mitzunehmen oder sie sich  dort zu leihen. Das ist sicherlich Gewohnheitssache und eine Frage des  Gepäckgewichtes. Man spart schon einiges an Gewicht, wenn man auf die Mitnahme  von zu Hause verzichtet und sich die Schnorchelausrüstung vor Ort entleiht. Die  günstigsten Preise bekommt man gewöhnlich bei Boss Frog´s oder im Snorkel Store.  Sie liegen normalerweise etwa bei 15 $ pro Tag für Flossen, Schnorchel und  Tauchermaske. Andererseits gibt es fast in jedem Hotel ein Strandhäuschen mit  Schnorchel- Equipment zum Ausleihen. Meist sind auch Boogie-Boards,  Paddle-Boards und Surfboards dabei. Hier die Preisliste von den Kaanapali Villas  in Mauai am Strand von Kaanapali North:

Sie erkennen schnell, dass die Preise für eine Stunde ziemlich  hoch sind und dass sich meist eher ein ganzer Tag oder eine Woche lohnt.
Tipp: Es gibt auch eine sehr schöne Möglichkeit zum Schnorcheln am Molokini Krater, die durchaus preiswert ist und sehr ergiebig, weil Sie nicht mit den großen Gruppen zusammentreffen, die täglich dorthin fahren: Es legt nämlich 2x täglich von der Bootsrampe in Kihei ein Schlauchboot der Firma Seafire mit Captain Don Burns ab und ist in 15 Minuten an der kleinen Insel oder auch an Turtle Town.
Wer einmal in Maui ist, wird vielleicht Ausflüge nach Lanai oder Molokai machen. Wenn genug Zeit bleibt, kann man auch dort gut schnorcheln. Weiter unten finden Sie einige Tipps dazu.
Schnorcheln in   Oahu
Oahu hat mit der Hanauma Bay eigentlich ein   hervorragendes Schnorchelgebiet. Allerdings ist das überlaufen und so bevölkert, dass es sogar einen Tag in der Woche   geschlossen werden muss, damit die Fische sich dort mal von den   starrenden Taucherbrillenaugen der Touristen erholen können. Die  guten Zeiten für ein Schnorchelerlebnis sind leider vorbei. Man muss 7,50 $  Eintritt bezahlen und für den Parkplatz 1 $. Außerdem ist es verpflichtend ,  sich vorher einen Film über die Entstehung des Kraters und das Verhalten in  diesem Meeresschutzgebiet anzuschauen. Im   vorderen Bereich ist das Wasser so flach, dass man im Stehen die   vielen bunten Fische um sich herum bewundern kann. Das ist   eigentlich nur etwas für Kinder. Schwimmt man aber etwas weiter   hinaus, kommt man an "witch´s brew", das ist eine Stelle mit Höhlen   und vielen Fischen, die bei ruhigem Wasser und schönem Wetter   fantastisch ist. Bei schlechtem Wetter sollte man sie meiden.

Das Bild  habe ich aus dem Flugzeug geschossen, als wir von Honololu nach Maui flogen. Man  sieht sehr deutlich unten  im Vordergrund den Koko Head und rechts davon den halb versunkenen  Vulkankrater sehen, der voll Wasser gelaufen ist. Das ist die Hanauma Bay. Fährt man von Waikiki aus über Hawaikai in diese  Richtung, kommt man an diese wunderschöne Bucht.
Sehr schöne Bilder von der Hanauma-Bay finden Sie  auf der Webseite von Hawaii-Gaga,  das ist eine Webseite mit sehr guten Informationen von allen Inseln. Auch das  schöne Panoramabild stammt von dieser Webseite. Schauen Sie sich diese Seite  einmal an; sie enthält auch ausgezeichnete Fotos mit ausführlichen Informationen  zu allen Stränden.
Ein Schiffswrack gibt es auch hier: The Mahi. Das ist ein alter Minenleger, der  1986 gesunken ist und nun in 20 m Tiefe südlich von Waianae sein  muschelbedecktes und rostiges Dasein fristet. Viele Mantas, Riff-Haie,  Schildkröten und allerlei bunte Fische haben hier ihr Zuhause. Für Tauchsportfreunde ist auch "Shark´s cove" interessant, das ist eine  Unterwasserlandschaft aus Lavafelsen mit Wasserfällen. Sehr schön - mit vielen  Fischen. Die Stelle liegt zwischen Pupukea und Haleiwa am Highway 83 und hat  auch Duschen am Beach. Allerdings sollte man hier auch nur bei ruhigem Wasser  schnorcheln oder tauchen.
Viele Hawaiianer gehen auch am Makaha Beach Park schnorcheln. Das ist eine  fischreiche Schnorchelstelle mit wunderbar klarem Wasser,  Unterwasserhöhlen und Tunneln, die die meisten Touristen gar nicht kennen.  Deshalb ist auch hier nicht viel los. Der Beachpark liegt etwa 50km nordwestlich  von Honolulu am Highway 93 in Makaha.
Schnorcheln und Schwimmen mit Mantas auf Big Island
Big   Island hat eine sehr schöne Bucht zum Schnorcheln am Cook Monument, nämlich die Kealakekua Bay. Das ist auch ein Unterwasserschutzgebiet, zu dem sehr viele Katamarane von den anderen Orten hinausfahren, um dort Delphine, Schildkröten und die bunten Riff-Fische zu beobachten.

Die Delphine tummeln sich meist nur morgens in der Bucht herum, aber die anderen Fische können sie immer dort finden.

Dazu empfehle ich Ihnen eine Fahrt mit einem Kanu dort hinüber. Leider kann man keine mehr privat mieten, sondern   darf nur noch in der Gruppe hinüberfahren. Einen wasserdichten Beutel für Ihre Sachen bekommen Sie gratis dazu, und   eine halbe Stunde später sind Sie am Cook-Monument, wo Sie zum Denkmal wandern und  schnorcheln gehen können. Die Abfahrt zur Kealakekua Bay finden Sie, wenn Sie von dem Ort Captain Cook aus die Na´po´o po´o Road weiterfahren. Nach 7 Meilen enger Bergfahrt gelangen Sie unten in die ursprünglich   hawaiianisch gebliebene Bucht, wo Sie parken können.
Ein kleines Stück weiter nach Süden ist übrigens noch eine   sehr schöne Schnorchelstelle, die nicht von den Katamaranen   angefahren und auch kaum von den Touristen besucht wird: Puuhonua o   Honaunau. Das ist ein National Historic Park - eine Stelle, wo   früher bei den alten Hawaiianern die geschlagenen Krieger, die   Ausgestoßenen und Alten eine geheiligte Zufluchtsstätte fanden. Die   großen Häuptlinge wohnten auch hier in der Gegend. Verbinden Sie   eine Besichtigung des interessanten Freilichtmuseums mit einer Schnorcheltour in der geschützten Bucht gegenüber dem Heiligtum. Die Lavafelsen dort sind groß und flach, sodass ein Einstieg leicht ist. Und die Unterwasserwelt ist fantastisch!
Big Island ist im Übrigen   ein idealer Ort, um mit Mantas zu schnorcheln und zu schwimmen. An   der gesamten Kona-Küste und Kahala-Küste halten sich viele Mantas auf, die   besonders abends in die Nähe der Strände kommen. Am Mauna Kea Hotel   werden deshalb nach Sonnenunterlang Flutlichtscheinwerfer   eingeschaltet, die das Plankton anziehen sollen, das die   Hauptnahrungsquelle für die Mantas darstellt. So kommen dann die   riesigen Fische wie "fliegende Teppiche" heran. Das sieht gewaltig   aus und macht am Anfang richtig Angst, wenn sie mit einer Spannweite   von 3 Metern und mehr auf einen zukommen und sich überhaupt nicht   durch die Anwesenheit von Menschen im Wasser beeinflussen lassen.   Verschiedene Anbieter machen auch nächtliche Schnorcheltouren zu den   Mantas. Ich kann Ihnen das nur empfehlen, denn nachts einem Manta   unter Wasser zu begegnen, ist schon ein einmaliges Erlebnis.


Das Foto habe ich mit meiner Unterwassercamera leider   nicht so gut hinbekommen wie Kevin Mc Loughlin. Der hat es   geschossen.
Mantas kann man im Übrigen an der   gesamten Kohala-Küste beobachten. Ähnlich verhält es sich auch mit   den grünen Seeschildkröten, denen Sie an allen Stränden begegnen.
 
Wenn Sie interessiert sind, beim Schnorcheln große grüne   Meeresschildkröten zu beobachten, sollten Sie an den Strand südlich   vom Hualalai Resort fahren.  Besonders nachmittags kommen sie oft ans Ufer und legen sich zum   Ausruhen an den Strand.

Schnorcheln auf Kauai
Kauai hat nicht so   schöne Stellen zum Schnorcheln wie die anderen Inseln. In den   früheren Jahren war ich immer begeistert vom Ke´e Beach im Norden,   aber schon  im November 2017 wurde ich dort sehr enttäuscht. Obwohl man neue   Duschen und Umkleideräume gebaut hatte, war es ziemlich bevölkert und   keineswegs voll von bunten Fischen. Wegen der Übervölkerung hatte man   auch eine Strandwache installiert, die alle Schwimmer zurückpfiff,   die außerhalb der kleinen Riffzone schnorcheln wollten. 2018 wurde   es noch schlimmer und anschließend hatte man den Strand wegen der   Stürme und der Überflutung im April geschlossen. In der Folgezeit   wurden die Brücken und die Straßen repariert, was bis in den Sommer   2019 dauerte. Schließlich wurde der Strand im Herbst 2019 wieder mit   vielen Restriktionen eröffnet. Die Zahl der Besucher wurde auf 900   pro Tag begrenzt und die Zufahrt mit 70 Parkplätzen für Touristen   limitiert.
Für Einzelpersonen,   die zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen, kostet das einen Dollar. Man kann   sich natürlich auch von einem Einheimischen mitnehmen lassen oder mit dem   Taxi hinkommen. Der Voucher gilt von 6:30 Uhr bis Sonnenuntergang und ist   hier zu beantragen:
Wer mit dem Auto kommt, muss sehen, dass er einen Voucher für   den Parkplatz bekommt, denn es gibt nur 100 Parkplätze dort. 30 davon sind   frei für Einheimische, die restlichen 70 werden nach Anmeldung vergeben. Da   müssen Sie sich schon mindestens 14 Tage vorher einen Voucher sichern. Der   kostet 5 Dollar und gilt entweder nur für den Vormittag 6:30 Uhr bis 12:30   Uhr) oder nur für den Nachmittag (12:30 Uhr bis 17:30 Uhr). Es gibt auch die   Möglichkeit für einen Kurzbesuch am späten Nachmittag (von 14:30 Uhr -    Sonnenuntergang). An diesen Voucher ist leichter dranzukommen. Wollen Sie   übrigens den ganzen Tag dort bleiben, müssen Sie drei Voucher lösen.
Im Gegensatz  zum Kee-Beach sind am Anini-Beach weit weniger Leute zu finden. Das   Korallenriff dort ist ziemlich groß und man hat alle Möglichkeiten   vom Schnorcheln im flachen Wasser angefangen bis zum Tauchen in 20m   Tiefe.
Der Strand ist nicht einfach zu finden: Man fährt  auf dem   Highway 56 in Richtung Princeville und biegt kurz vorher auf die   Kalihiwai Road ab. Der Strand ist flach und das Wasser  zunächst auch, weil etwa 50 bis 200 m davor ein Riff gelagert ist, das den  Strand schützt. Hinter dem Riff wird das Wasser lebendiger und man kann dort  auch mehr grüne Meeresschildkröten, bunte Fische und vielleicht auch ein paar  Riff-Haie beobachten. Allerdings sind auch dort die Strömungen stärker zu  spüren. Der Strand wird vielfach von Campern genutzt und an den Wochenenden  kommen viele hawaiianische Familien hierher zum Grillen und Baden.
Wenn Sie schon im Norden bei Princeville sind, sollten Sie einen   Abstecher zum St. Regis Princeville Resort in der Hanalei Bucht machen. Dort   gibt es vor dem Hotel einen Parkplatz für Besucher und Sie können den   Abstieg zum Puu Poa Beach machen.

Der wird eigentlich nur von   Hotelgästen benutzt, weil sonst kaum jemand dorthin kommt. Deshalb können   Sie auch problemlos die Duschen und Toiletten des Hotels benutzen. Außerdem   lässt es sich gut schnorcheln dort, weil das Wasser flach ist und Sie mit   der ganzen Familie die Unterwasserwelt erkunden können.

Im sonnigen Poipu im Süden kann man ebenfalls ziemlich gut schnorcheln.   Am besten ist das vor dem Sheraton Hotel. Eigentlich nennen die   Einheimischen den Strandabschnitt "Kiahuna Beach", weil er vor den   Kiahuna Plantation Condominiums liegt. Allerdings ist das etwas mehr für Anfänger, denn das Wasser ist   ziemlich flach und die Unterwasserwelt neben den bunten Fischen nicht so   aufregend.
Schnorcheln auf Lanai
Wer einen Luxusaufenthalt auf Lanai   im Manele Bay Resort gebucht hat, ist gut dran. Denn dadurch   hat man nicht nur einen fantastischen Strand links neben dem Hotel,   sondern auch gute Schnorchelmöglichkeiten davor. Der Hulopoe   Beach ist einer der schönsten Strände der hawaiianischen Inseln   und natürlich eindeutig der schönste Strand von Lanai.

Das ist der Blick auf den Strand und   auf das Manele Bay Resort im Hintergrund. Im Vordergrund sind die   Tide-Pools, die sich gut zum Baden eignen. Zwischen den Lavafelsen   im Wasser lässt sich gut schnorcheln und Sie können viele bunte   Fische beobachten. Vorne ist der Strand  sandig und ohne Steine und Korallen, dahinter folgt auf der linken   Seite eine interessante Unterwasserlandschaft mit vielen bunten   Fischen, grünen Meeresschildkröten und Muränen. Am besten ist die   Sicht am frühen Morgen - dann treffen Sie übrigens auch auf die   Delphine, die sich hier in den Morgenstunden herumtreiben.

Das Manele Bay Resort vom Wasser aus
Wenn Sie etwas weiter hinaus schwimmen in Richtung  auf den "Sweet Heart Rock", können Sie grüne Meeresschildkröten beobachten und  auch größere Fische. Unter Wasser befinden sich zwischen den Lavabrocken auch  kleinere Höhlen, in denen sich viele bunte Riff-Fische aufhalten.

Falls Sie nicht in dem Luxus-Resort Manele Bay  wohnen und dort schnorcheln wollen, lohnt sich eine Überfahrt von Lahaina aus  nach Lanai mit der Fähre Expeditions. Sie erreichen danach mit einem bequemen  10-Minuten Fußweg den Hulopo´e Beach mit allen Vorteilen eines modernen  Beachparks.
Schnorcheln auf Molokai
Normalerweise fährt man nicht auf die Insel  Molokai zum Schnorcheln, sondern weil man die ursprüngliche hawaiianische  Landschaft ohne den Tourismus sehen will. Deshalb ist auch das Schnorchelrevier  ziemlich unbekannt. Dabei befindet sich am südlichen Ende von Molokai das  längste Riff der Hawaii-Inseln überhaupt. Es ist über 40 km lang und ist in  großen Teilen noch sehr lebendig, was man von den Korallen der anderen Inseln  nicht unbedingt behaupten kann.
In Molokai fand ich es am   Kaluakoi   Beach am schönsten.  Eigentlich heißt der   Papohaku Beach, befindet sich im Westen von Molokai und ist fast 5   km lang. Wir haben oft an diesem Strand gewohnt, weil es hier preiswerte   Ferienwohnungen gibt.  Da nicht sehr viele Touristen die Insel   besuchen, ist es wundervoll ruhig hier, was auch die Fische positiv   sehen, denn sie kommen unbekümmert bis an den Strand heran. Hier habe   ich erlebt, dass plötzlich neben mir Barracudas schwammen und ganz   interessiert zuschauten, was ich denn so als Schnorchler vorhatte.   Sobald ich aber meine Camera in Schussposition brachte, waren sie mit   einem kurzen Flossenschlag verschwunden und ich konnte sie nur noch   schemenhaft aus der Entfernung wahrnehmen. Da habe ich begriffen, dass   man auf Molokai als Schnorchler viel Geduld haben muss, aber dann auch   tolle Begegnungen unter Wasser machen kann.

Fotogalerie mit   Unterwasseraufnahmen
Am liebsten würde ich eine   Fotogalerie mit meinen besten Unterwasseraufnahmen   hier einrichten. Gemacht habe ich die ersten Aufnahmen mit einer   kleinen Olympus u850 SW, mit der ich eigentlich immer zufrieden war.   Natürlich habe ich manchmal neidisch zu den Tauchern hinübergeschaut,   die sich eine professionelle Videocamera oder Unterwassercamera   ausgeliehen hatten und damit auf Tauchgang gingen. Aber nachdem ich in   Jamaica meine ersten negativen Erfahrungen gemacht hatte, als meine neue   teure Nikon in ihrem Unterwassergehäuse undicht geworden war und ich die   Camera anschließend wegwerfen musste, schwöre ich nur noch auf kleine   wasserdichte Digitalcameras. Inzwischen sind auch die Displays so groß   und hell, dass man unter Wasser genug sehen kann. Und was die   Videoaufnahmen angeht, so muss man sich eben beschränken. Aber für   gelegentliche Schnorchelausflüge reicht es allemal. Meine zweite Camera   war dann 2013 eine kleine, bis 13 m wasserdichte Lumix  FT5, die   nicht nur GPS und Wifi, sondern auch Kompass und Höhen-/Tiefenmesser   integriert hatte. Mit der war ich sehr zufrieden, bis mich im Oktober 2017   eine Welle in Kauai erwischte, die mir die Taucherbrille samt   angebundener Unterwasserkamera vom Kopf riss. Mich selbst fand ich dann   im aufgewirbelten Sandbett wieder, die Camera und die Tauchermaske aber   nicht mehr.
Jetzt besitze ich eine Nikon Coolpix W300, mit der ich sehr zufrieden   bin. Sie hat als echte Outdoor-Camera neben WIFI und GPS ebenfalls einen   Kompass und einen Höhen-/Tiefenmesser an Bord.
Geärgert hat mich immer,   dass ich den Staatsfisch von Hawaii, den Humuhumunukunukuapua`a niemals so richtig   vor die Camera bekommen habe. Dieser Triggerfish ( auf deutsch:   Drückerfisch) sieht so schön bunt aus, dreht sich aber immer weg, weg,   wenn ich fotografieren will:
  
Die Seeschildkröten habe ich natürlich oft beobachten können, weil sie an  allen Küsten der hawaiianischen Inseln beheimatet sind.

Als ich vor einigen   Jahren die ersten   Unterwasseraufnahmen von Hawaii zu Hause ausgewertet habe, konnte   ich mir einen Vergleich mit den Aufnahmen vom Barrier Reef in   Australien nicht verkneifen. Oben eine Seeschildkröte in Hawaii,   unten eine im Barrier   Reef. Die Schildkröten, denen ich hier begegnet bin, waren nicht so   groß und so grün wie die Hawaii, dafür aber schöner in der Farbe des   Panzers. Ich weiß nicht, ob sie auch zu den grünen Seeschildkröten   gehören, die in Hawaii unter Naturschutz stehen, oder ob es   vielleicht eine ganz andere Art ist. Vielleicht sind sie auch nicht   so alt. Hier zwei Bilder von   Schildkröten, wie ich sie im Barrier Reef beobachten konnte:



Sehr erstaunt hat mich immer wieder   im Barrier Reef, dass niemand auf die Idee kam, die Fische zu  füttern, wie das in vielen Touristengebieten der Fall ist. In Florida warf man  immer Hühnerabfälle ins Wasser, damit die Alligatoren ans Boot kamen, in Bora  Bora wurden frisch aufgeschnittene Fische ins Wasser geworfen, damit die Haie  angelockt wurden. Hier aber schwammen überall die Fische durch die Korallen,  ohne sich durch uns stören zu lassen. Das fand ich sehr positiv

Auf unserem Schiff, dem   "Rum-Runner" gab es eigentlich genügend Küchenabfälle, aber die warf keiner   ins Wasser, sondern alles wurde wieder mit an Land genommen. Das   Wasser war fantastisch klar und man hatte das Gefühl, mitten in   einem Aquarium zu schwimmen.

Besonders beeindruckt war ich wieder von dem   Anblick der Mördermuscheln, die in Wirklichkeit "Große   Riesenmuscheln (Tridacna gigas) heißen und die größte aller   bekannten Muschelarten darstellen. Ein solches Exemplar einer   Muschel kann eine Länge von bis zu 140 cm erreichen und bis 500 kg   schwer werden. Wenn man ihr unter Wasser begegnet, so fordert das   einen gehörigen Respekt. Das kann man bei den nächsten Bildern sehen.

Besonders die Mundöffnungen sind gewaltig. Sie sind so groß, dass   meine geballte Faust hineinpasst. Diese Riesenmuscheln findet man   überall im Pazifik in den Korallenriffen. Sie leben mit   Symbiosealgen zusammen, die in ihren Mantellippen leben und die   Muschel mit organischer Substanz und Sauerstoff versorgen.

Sie werden "Mördermuscheln" genannt, weil ihnen nachgesagt wird,   dass sie sich an Taucher klammern und diese dann in die Tiefe ziehen   würden. Es gibt tatsächlich einen Fall, der 1935 auf den Philippinen   geschehen ist. Dort wurde ein Perlentaucher vermisst. Später wurde   er gefunden, wobei seine Hand in einer ca. 160 kg schweren   Riesenmuschel eingeklemmt war. In der Hand fand man eine große   Perle. Ob er versucht hatte, die Perle aus der Muschel zu entnehmen,   weiß man nicht. Jedenfalls verlief der Versuch tödlich.
Ich konnte mich jedoch auch selbst von der Kraft der   Muschel überzeugen, als wir zu zweit auf der Insel Aitutaki, die zur   Inselgruppe der Cook Islands gehört, eine Mördermuschel aus dem   Wasser hoben.

Ein Stock, den wir   zwischen die sich schließenden Schalen schoben, wurde knirschend von   ihr zerquetscht. Das hat mich sehr beeindruckt.

Ein einheimischer Fischer wurde   allerdings ziemlich böse, als er sah, was wir da machten, worauf wir   dann die Muschel wieder ins tiefere Wasser brachten.

Das sollte für einen Überblick über   die Schnorchelmöglichkeiten in Hawaii genügen - verzeihen Sie mir   den Vergleich mit dem Barrier Reef, aber er bot sich halt an. Wenn   Sie ein bisschen Geduld haben, können Sie auf der Rückseite von   Molokini mindestens genau so aufregende Beobachtungen machen.
Weitere Hinweise und Internetadressen:
Einen hervorragenden Führer durch   die Unterwasserwelt von Maui finden Sie in dem "Maui Dive Guide", den es   kostenlos in allen Maui Dive shops gibt.       www.MauiDiveShop.com
Das Maui dive and surf magazine   bekommen Sie kostenlos in allen Maui Dive Shops. Es enthält 12 Karten mit   den besten Stellen zum Schnorcheln und Tauchen.       www.mauidiveshop.com
Acht Videos von verschiedenen   guten Tauchstellen in Maui       http://www.mauidiveshop.com
Guter und   preiswerter Anbieter mit einem kleineren Katamaran für Schnorchelfahrten   nach Molokini von Maalaea aus.        www.MauiSnorkeling.com
Ausflugsfahrten mit einem   Katamaran zu verschiedenen Tauch - und Schnorchelzielen       www.AliiNuiCharters.com
Gute Schnorcheltipps und Hinweise   auf schöne Stellen auf allen Inseln       http://www.hawaiisnorkelingguide.com/
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